Gesundheits­kompe­tenz – was ist das und wie erlangen Sie die?

Im Zusammenhang mit einer Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur in der AOK-Nordsee­klinik steht häufig etwas von Gesundheits­kompetenz. Was ist das genau, und wie können Sie Gesundheits­kompetenz erlangen?

Gesundheits­kompetenz ist die Fähigkeit, die für sich wichtigen Informationen über die eigene Gesundheit oder die der Kinder zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden.

Wer also Gesundheits­kompetenz besitzt, kann unter anderem Folgendes:

  • je nachdem, ob das Kind Fieber hat oder nicht, die passende Gesundheits­information dazu finden (beispielsweise nicht auf Facebook, sondern in einem seriösen Gesundheits­portal, oder bei den eigenen Eltern oder Großeltern nachfragen),
  • anhand der Information verstehen, ob das Fieber überhaupt Fieber ist oder nur leicht erhöhte Temperatur,
  • anhand dessen beurteilen, ob das Kind zum Einschlafen nur eine Milch mit Honig braucht oder ob es Medikamente oder sogar ärztliche Hilfe benötigt,
  • und schließlich nach dieser Beurteilung handeln können, also ihm entweder ein Hausmittel wie Milch mit Honig geben oder, wenn das Fieber zu hoch ist, ärztliche Hilfe suchen.

Ähnliches gilt für Bereiche wie Ernährung, Bewegung, Gewicht oder die Balance zwischen Arbeit, Freizeit und Familie.

Gesundheits­kompetenz ist gesunken

Laut einer Studie der Universität Bielefeld ist die Gesundheits­kompetenz bei Müttern und Vätern teilweise stark gesunken. Fast 59 % der Bevölkerung besitzen lediglich eine geringe Gesundheits­kompetenz.

Auffällig war, so die Studie, dass besonders „das Finden von Informationen zur Gesundheits­förderung in den alltäglichen Lebenswelten (Arbeitsplatz, Schule, Wohnumgebung) oder zu psychischen Gesundheits­problemen als sehr schwierig eingeschätzt“ wurde.

Doch auch im Bereich der Vorsorge „bestehen Heraus­forderungen, wie sich etwa beim Thema Impfen zeigt. Ähnlich ist es bei der Krankheits­bewältigung/Versorgung. Beispiels­weise werden Beipackzettel noch weitaus häufiger als zuvor für schwer verständlich gehalten. Auch zu beurteilen, ob eine Zweit­meinung eingeholt werden sollte, findet ein Großteil der Bevölkerung schwierig.“

Das zentrale Klinikgelände der AOK-Nordseeklinik auf Amrum im Sommer mit vielen Büschen voller Heckenrosen

Alte Methoden zur Gesund­erhaltung werden nicht mehr gelernt

Warum die Gesundheits­kompetenz sich verschlechtert hat, ist schwer zu sagen. Die Ärztliche Direktorin der AOK-Nordsee­klinik, Berit Mehmen, vermutet: „Zum einen fehlen die gesellschaftlichen und familiären Strukturen, die dazu beigetragen haben, dass wir schon als Kinder lernen, wie wir mit alten Methoden wie Waden­wickeln, Zwiebel­säckchen oder Milch mit Honig umgehen können. Zum anderen sind viele Menschen verunsichert, wenn sie nach Informationen googeln. Denn im Internet gibt es unzählige, oft unseriöse „Diagnosen“ für ihre Beschwerden. Sie können die Seriosität aber nicht beurteilen. Und das kann dann sehr schnell Angst machen und dazu führen, dass sie sich für die falsche Behandlung entscheiden.“

Eine geringe Gesundheits­kompetenz kann noch andere Folgen haben, zum Beispiel, dass man sich schlechter ernährt. „Auch das sehen wir immer öfter“, sagt Mehmen. „Es ist natürlich viel einfacher, irgendetwas in der Mikrowelle einfach nur aufzuwärmen, als sich Rezepte herauszusuchen, Gemüse zu schneiden und selbst zu kochen. Aber es fehlt auch zunehmend an der Fähigkeit, zu beurteilen, welche Lebensmittel gesund sind. Dass, zum Beispiel, ein selbstgemachtes Apfelmus besser ist als ein gekaufter Nachtisch.“

Wie können Sie Gesundheits­kompetenz erlangen?

In der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur in der AOK-Nordsee­klinik geben wir Müttern und Vätern Hilfen, wie sie sich besser im Informations­dschungel zurechtfinden können. Hier lernen Sie, wie Sie gesundheits­fördernde Maßnahmen anwenden und – mindestens genauso wichtig – wie Sie gesundheits­schädigende Maßnahmen seinlassen können.

„Wir haben da einen großen Vorteil gegenüber beispiels­weise der Hausärztin oder dem Kinder­garten“, sagt Berit Mehmen. „Denn hier sind die Mütter und Väter weit weg von ihrem Alltag, in dem immer wieder etwas dazwischenkommt. Hier sind Sie nicht nur für zehn Minuten, sondern Sie können sich volle drei Wochen lang ganz auf diese Themen konzentrieren.“

Hier lernen Sie, wo Sie sich Hilfe holen können, wen Sie fragen können, wenn Sie verunsichert sind. Sie lernen, was Sie benötigen, um ein gesünderes, fitteres und zufriedeneres Leben führen zu können. „Und wir unterstützen Sie dabei“, so Mehmen, „sich selbst mit Ihrer eigenen Gesundheit ernstzunehmen, sich die richtigen Informationen zu beschaffen und Ihren Kindern den Weg zu bereiten, um gesund groß werden und all das tun zu können, was sie tun wollen.“

#AufeinenTeemit … Philipp Joroch

Hier auf Amrum trinken wir gerne in Ruhe eine Tasse Tee. Und bei der schnacken wir mal mit Patientinnen und Patienten, und mal mit den Menschen, die in der AOK-Nordseeklinik arbeiten und sie vor und hinter den Kulissen in Bewegung halten.

Diesmal treffen wir uns #AufeinenTeemit … Philipp Joroch, dem Klinikdirektor.

Teetasse mit grünem Tee auf einer Bank, im Hintergrund das Meer. Daneben der Hashtag „#AufeinenTeemit …“ der AOK-Nordseeklinik

Wie lange leben Sie schon auf Amrum?

Seit Oktober 2015. Meine Frau ist geborene Amrumerin und wir haben zwei wunderbare Kinder (6 und 8 Jahre alt).

Was ist für Sie das Schönste daran, hier auf der Insel zu leben?

Hier kann ich Lebens- und Arbeitsqualität perfekt miteinander verbinden. Das ist wirklich etwas Besonderes.

Wie lange arbeiten Sie schon in der AOK-Nordseeklinik?

Seit ich auf Amrum angekommen bin, also seit sieben Jahren. Seit Mai 2019 in verantwortlicher Position.

Der Teamspirit hier ist sehr besonders

Woraus besteht Ihr Job?

Zum einen ist es mein Job, dafür zu sorgen, dass wir unseren Patientinnen die größtmögliche Gesundheitsförderung innerhalb von drei Wochen anbieten können. Zum anderen bedeutet das, dass ich stets die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften wiederkehrend prüfen muss. Das beinhaltet Abstimmungen mit den acht Abteilungsleitungen, wiederkehrende Gespräche mit Mitarbeitenden, aber auch beispielsweise einen „Stammtisch“ bei Kaffee und Kuchen mit Kurwiederholerinnen, von denen wir viele haben. Und natürlich steht meine Tür immer für alle offen, Mitarbeitende wie Patientinnen.

Was macht das Arbeiten in der AOK-Nordseeklinik so besonders?

Der Teamspirit, die Lage der Klinik und natürlich die Arbeit an sich. Denn es ist eine spannende Herausforderung, unseren für die Gesellschaft sehr relevanten sozial-medizinischen Auftrag unter den gegebenen ökonomischen Bedingungen an diesem besonderen Ort wiederkehrend anbieten zu können.

Nur wer sein Ziel kennt, kann den Weg dorthin finden

Was waren die schönsten Rückmeldungen, die Patientinnen Ihnen je gegeben haben?

Ich freue mich immer am meisten über zwei Dinge: Wenn mir Patientinnen die Rückmeldung geben, dass sie für sich und ihre Familie einen spürbaren Gesundheitsgewinn mitnehmen bzw. Ansätze zur Fortführung am Heimatort – denn das ist ja unsere Hauptaufgabe und die Anforderung an eine Vorsorgemaßnahme, genau dafür zu sorgen. Und wenn sie sagen, dass wir ein sehr nettes und kompetentes Team haben – denn genau so nehme ich es auch wahr. Und beide Rückmeldungen bekomme ich oft, was mich wirklich freut.

Was würden Sie zukünftigen Patientinnen in Bezug auf ihre Kur raten?

Mein Motto ist: „Nur wer sein Ziel kennt, kann den Weg dorthin finden.“ Deshalb würde ich ihnen raten, sich schon vor ihrer Anreise ein klares Ziel zu setzen, für die eigene Gesundheit und die der Kinder und für ihr Familiensetting. Hier sollten sie dann mit unserem therapeutischen Team sprechen, sich alle Tipps und Tools abholen, für Neues und für Veränderungen in ihrem Leben offen sein. Machen sie das gezielt, und genießen sie dann ihre Freizeit und bewegen sich viel in der Natur hier, dann werden ihnen viele Dinge schon klar, und sie können sich hier schon die nächsten Ziele für zu Hause setzen. Denn alleine das Spazierengehen kann schon die Gedanken öffnen und neue Impulse für den Alltag zu Hause bringen.

Und was sollten die Patientinnen während ihrer Kur auf Amrum auf gar keinen Fall verpassen?

Für mich ist das ganz klar der Weg um die Odde, die Nordspitze von Amrum. Da haben sie ein sehr ursprüngliches Naturerlebnis und viel Abwechslung zwischen der Wattseite und der Seite zum offenen Meer hin. Und sie sollten, wenn es möglich ist, unbedingt einmal auf den Leuchtturm gehen, denn der Ausblick von da oben ist einfach unvergesslich.

Die Belastungen durch Corona für Mütter und Kinder

Wie hoch sind die Belastungen durch Corona für Mütter und Kinder nach zwei Jahren Pandemie und Einschränkungen für Familien? Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hat dies in einer Studie erforscht. Und was hat das mit „Bliis Tidjen“ zu tun?

Für Eltern, insbesondere Mütter, waren und sind die Belastungen durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen besonders hoch. Alle Studien, die seit Beginn der Pandemie durchgeführt wurden, bestätigen dies, auch die des BiB. Denn Mütter übernahmen den Hauptteil der Familienarbeit. Väter dagegen erhöhten nur vorübergehend, während Kurzarbeit und Arbeit im Homeoffice, ihren Anteil an der Sorgearbeit für ihre Kinder.

Negative Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit

Die zusätzlichen Belastungen durch Corona haben sich negativ unter anderem auf die Lebenszufriedenheit und die emotionale Erschöpfung der Eltern ausgewirkt. Hiervon waren insbesondere Mütter, Alleinerziehende und Familien mit niedrigem Einkommen betroffen.

Die Studie des BiB fasst zusammen, dass Familien während der Pandemie viel geleistet haben. Jedoch haben psychosoziale und gesundheitliche Beeinträchtigungen zugenommen. Die Lebensqualität und Zukunftsperspektiven von Familien haben gelitten. Und viele Familien „befinden sich hinsichtlich Gesundheit, Bildung oder auch finanziell in schwierigen Lebenslagen.“

Bliis Tidjen, zufriedene Zeiten, bei einem Spaziergang am Meer, über eine große Sandfläche am Spülsaum, darüber ein blauer Himmel mit strahlender Sonne und wenigen weißen Wölkchen

Bei Kindern Anstieg psychosomatischer Beschwerden

Für Kinder und Jugendliche zeigte der Wegfall des geregelten Schulalltags und der persönlichen Kontakte Auswirkungen auf ihren seelischen und geistigen Gesundheitszustand. Die Studie fand Hinweise auf einen Anstieg von psychosomatischen Beschwerden, Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Erkrankungen. Bereits vorbelastete Kinder seien davon besonders betroffen. Kontaktbeschränkungen beeinträchtigten die Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung vieler Kinder und Jugendlicher, führten teilweise sogar zu problematischen Kontaktängsten. Auch ein Anstieg der Symptome für Depressionen, gerade bei Mädchen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, sei zu bemerken.

Darüber hinaus zeigt die Studie auf, dass Lernzeiten und daraus resultierende Lernerfolge im Homeschooling deutlich zurückgegangen seien. Auch sportliche Betätigungen hätten sich reduziert, während sich die Bildschirmzeit deutlich erhöht habe. Hinzu kämen außerdem Ernährungsprobleme und Gewalterfahrungen.

Wie „Bliis Tidjen“ Mütter, Väter und Kinder jetzt unterstützen kann

Wie sich all dies langfristig auswirken wird, ist noch nicht abzusehen. „Aus unserer Sicht“, sagt die Ärztliche Direktorin der AOK-Nordseeklinik Berit Mehmen, „ist es deshalb umso wichtiger, möglichen langfristigen Schäden jetzt schon vorzubeugen.“ An genau diesem Punkt setzt die Klinik mit ihrer Mutter-Kind-Kur und Vater-Kind-Kur an.

„Wir haben das Konzept „Bliis Tidjen“, zu Deutsch „zufriedene Zeiten“, entwickelt“, so Mehmen, „das gerade jetzt Müttern und Vätern Hilfestellungen bietet, mit denen sie ihre psychische und körperliche Stabilität und Gesundheit und ihr familiäres Miteinander stärken können. All das kann ihre Lebenszufriedenheit, die unter Corona sehr gelitten hat, wieder steigern. Und es kann dazu beitragen, langfristige Folgen der pandemiebedingten Einschränkungen zu reduzieren.“

Mehr Informationen:

Möchten Sie mehr zu „Bliis Tidjen“ wissen? Dann klicken Sie hier #BliisTidjen.
Möchten Sie sich zu einer Kur bei uns anmelden? Dann geht es hier weiter.
Die Studie des BiB finden Sie hier.

#AufeinenTeemit … Astrid W.

Hier auf Amrum trinken wir gerne in Ruhe eine Tasse Tee. Und bei der schnacken wir mal mit Patientinnen und Patienten, und mal mit den Menschen, die in der AOK-Nordseeklinik arbeiten und sie vor und hinter den Kulissen in Bewegung halten.

Diesmal treffen wir uns #AufeinenTeemit … Astrid W., einer ehemaligen Patientin.

Teetasse mit grünem Tee auf einer Bank, im Hintergrund das Meer. Daneben der Hashtag „#AufeinenTeemit …“ der AOK-Nordseeklinik

Wie häufig waren Sie schon zur Mutter-Kind-Kur bei uns in der AOK-Nordseeklinik?

Ich bin sechsmal bei Ihnen zur Kur gewesen, das erste Mal 1996.

Wann waren Sie das letzte Mal bei uns?

Das war 2018. Da hatte sich im Vergleich zum ersten Mal schon viel verändert. Da war das Dünenhaus dazugekommen und die kleineren Häuser. Und die Appartements waren im Vergleich zu damals purer Luxus (lacht).

Mit welchen Indikationen sind Sie zu uns gekommen?

Bei den ersten beiden Kuren war ich Begleitperson für meine Kinder, die Neurodermitis hatten. Damals konnte man noch Begleitperson sein. Heute ist das ja anders. Danach bin ich wegen Rückenbeschwerden und Gewichtsproblemen gekommen. Und ich brauchte einfach mal Abstand vom Alltag.

Ich wollte mich vom Alltag mit vier Kindern erholen

Was war Ihr Kurziel bei den letzten Kuren?

Ich wollte unbedingt abnehmen, nach Bandscheibenvorfällen die Rückenschmerzen loswerden und mich vom Alltag erholen. Mein Mann und ich arbeiteten beide, und wir haben vier Kinder, da brauchte ich mal Luftveränderung.

Haben Sie Ihre Kurziele erreicht?

Auf jeden Fall habe ich Abstand gewonnen, konnte dem Alltag entfliehen und die Ruhe genießen. Ich habe auch abgenommen und meine Rückenschmerzen haben sich gebessert. Aber man muss natürlich zu Hause dranbleiben. Das ist gar nicht so leicht. Eine gewisse Zeit klappt das ganz gut, aber irgendwann kommt man wieder raus. Man weiß zwar wie es geht, aber wie sagt man so schön: „Das Fleisch ist schwach …“ Im Großen und Ganzen hat es aber geklappt.

Genießen Sie jeden Tag auf der Insel, egal wie das Wetter ist

Was sind Ihre schönsten Erinnerungen an Ihre Kuren bei uns?

Ich kannte die Nordsee gar nicht. Allein die Insel ist ein Highlight! Die ersten Kuren haben wir immer im Herbst oder Frühjahr mitgemacht. Das war immer sehr schön. Aber in der letzten Kur war ich das erste Mal alleine mit nur einem Kind da. Es waren Sommerferien, und es war heiß wie in der Südsee. Das war richtig schön, so hatte ich die Insel noch nicht erlebt. Und ich habe Bekanntschaften in den Kuren geschlossen, die viele Jahre lang gehalten haben. Alle sechs Kuren, auch die mit meinem 2-jährigen Kind, habe ich sehr genossen. Ich bin richtig traurig, dass ich nicht nochmal kommen kann!

Was würden Sie anderen Patientinnen in Bezug auf deren Kur raten?

Sie sollten wirklich offen für alles sein. Man muss keine Freundschaften schließen, wenn man nicht will, man kann auch gut für sich alleine sein. Sie sollten jeden Tag auf dieser Insel genießen, egal, was für ein Wetter ist. Wir sind damals auch im strömenden Regen über die Insel gelaufen! Und sie sollten sich keinen Stress machen, auch nicht mit den Terminen zu ihren Anwendungen. Sie sollten einfach offen sein und alles genießen!

When the girls go marching in: der Mädchen-Musikzug Neumünster war endlich wieder da!

Zwei Jahre ohne Auftritte waren für die 23 Musikerinnen des Mädchen-Musikzugs Neumünster ziemlich hart. Doch man hörte es ihnen kein bisschen an. Von der Villa Kunterbunt aus marschierten sie am Samstag mit fröhlichen Tönen am Dünenhaus auf und gaben eins ihrer ersten Konzerte nach der langen Corona-Pause.

Es hat schon Tradition, dass der Mädchen-Musikzug aus Neumünster in der AOK-Nordseeklinik für unsere Patientinnen spielt. Seit sechs Jahren sind sie gar nicht wegzudenken und kommen, wie der 1. Vorsitzende des Vereins für Jugendmusik e.V., Bernd Müller sagte, sehr gerne her: „Amrum ist immer ein Highlight für uns!“

„Amrum ist immer ein Highlight für uns!“

Auch für Klinikdirektor Philipp Joroch, der extra seine Tochter mitgebracht hatte, ist der Besuch des Blasorchesters jedesmal etwas Besonderes: „Sie gehören einfach dazu. Sie spielen überragend und ergänzen mit ihrem Auftritt unser Konzept der Singenden Klinik perfekt.“ Beide passen auch ansonsten gut zusammen: Der Mädchen-Musikzug ist der einzige in ganz Deutschland, der nur aus Mädchen besteht, und die AOK-Nordseeklinik ist die einzige Mutter-Kind-Kurklinik Deutschlands, die als Singende Klinik zertifiziert ist.

Das jüngste Mitglied des Mädchen-Musikzugs ist elf Jahre alt, das älteste bereits etwa 40 Jahre lang dabei. Ganz neu im Team ist der Dirigent. Der 40-jährige Christos Meitanis ist seit 2021 mit genauso viel Schwung und Spaß dabei wie die jungen Frauen. „Wir haben uns zwei Ziele gesetzt“, sagt er. „Wir wollen Spaß haben. Und wir wollen die Besten werden, die wir werden können!“ Das konnte man hören! Er hat aber noch viel mehr vor: Eines Tages möchte er, so Corona will, mit dem Mädchen-Musikzug in seiner Heimat Zypern auftreten. Und er gibt den Musikerinnen des Blasorchesters die Chance, sich weiterzubilden.

Der Spaß übertrug sich auch auf unsere Patientinnen

So feierte die 22-jährige Saxophonistin Sina Poggemeier am Samstag nicht nur Geburtstag, sie durfte zwischenzeitlich auch ans Dirigentenpult. Im „richtigen Leben“ ist sie Rechtspflegerin, aber schon seit 12 Jahren im Musikzug aktiv. Ganz klar, dass sie auch an ihrem Geburtstag mit nach Amrum kam. „Es macht einfach total Spaß“, sagte sie und zeigte stolz ihre Abzeichen der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) vor, die sie für ihre Fortbildungen erhalten hat.

Und dieser Spaß übertrug sich auch trotz des etwas kühlen Wetters auf unsere Patientinnen und Patienten. Einige Kinder tanzten, die Erwachsenen lauschten begeistert und wippten oder klatschten im Rhythmus mit. Elif K., eine unserer Patientinnen aus Köln, war ebenfalls sehr angetan, denn für Kinder sei ein solcher Auftritt ein schönes Vorbild. Sie hoffte allerdings, dass der Mädchen-Musikzug eines Tages auch von einer Frau dirigiert wird. „Das wäre doch das perfekte Empowerment für andere Mädchen, zu sehen, dass da auch eine Frau dirigiert!“ Mit Sina Poggemeier steht auf jeden Fall schon mal eine in den Startlöchern.

Klinikdirektor Joroch und seine Tochter waren vom Auftritt des Mädchen-Musikzugs begeistert: „Sie machen ihre Sache einfach großartig!“, sagt er. „Das ist schon eine sehr liebgewonnene Tradition. Und wir sind froh, dass wir unseren Patientinnen solche Highlights trotz Corona endlich wieder bieten können!“

Im folgenden Zusammenschnitt können Sie den Mädchen-Musikzug Neumünster in Aktion sehen:

Ein toller Auftritt des Mädchen-Musikzugs Neumünster bei uns in der (Singenden) Klinik!

Stressfrei durch den Winter kommen – wie geht das?

Wie können Sie stressfrei durch den Winter kommen? Er dauert so lang, ist so dunkel, das trostlose Grau trübt häufig die Stimmung. Und der Stress durch Beruf und Familie nimmt in dieser Zeit ja nicht ab. Im Gegenteil, die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage tragen bei vielen noch zum Stress bei. Also, was tun?

Stressfrei durch den Winter kommen? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein, oder? Denn ein Problem mit dem Winter ist ja, dass wir uns in die Wohnung zurückziehen und noch seltener rausgehen als ohnehin schon. Und dann sitzen wir da so schön gemütlich auf der Couch, total k. o. von der Arbeit und von den Aufgaben, die in der Familie und im Haushalt auf uns warten. Dann essen wir etwas, weil es so gut tut, bringen die Kinder ins Bett, schlafen beim Fernsehen ein, stolpern irgendwann ins Bett und wachen am nächsten Morgen gerädert und müde auf.

Wir kommen gar nicht mehr so richtig in Schwung und hoffen nur, dass das Frühjahr endlich kommt, die Kinder endlich wieder mehr draußen spielen können, und sich mit den längeren Sonnenstunden irgendwie alles von selbst verbessert. Nur wissen wir natürlich, dass sich von selbst meistens genau gar nichts bessert. Der Stress zieht sich einfach weiter durch – durch jede Jahreszeit, durch jedes Jahr. Und gefühlt wird er im Winter noch stärker als sonst.

Der Strand von Amrum ist leicht mit Schnee bedeckt, im Hintergrund sanft bezuckerte Dünen in sanftem Licht, darüber ein weitgehend knallblauer Himmel.
Mit Hilfe einer Kur auf Amrum können Sie ganz stressfrei durch den Winter kommen!

Stressfrei durch den Winter kommen? Nicht mit den gängigen Tipps

Was wir brauchen, sind einfach mal ein paar wirklich gute Tipps, um stressfrei durch den Winter zu kommen, denken wir. Doch dann merken wir, dass es mit ein paar guten Tipps gar nicht getan ist. Dass viele dieser gängigen Tipps mit unserem Alltag und unseren Kräften gar nicht vereinbar sind.

Wie sollen wir mehr Sport treiben, wenn wir so schon kaum aus dem Bett kriechen können? Wie sollen wir gesünder essen, wenn das Geld in diesem Monat schon wieder nicht für gesündere Lebensmittel reicht? Wie sollen wir mehr Zeit mit der Familie verbringen, wenn die ganze Last des Haushalts allein auf unseren Schultern liegt? Wie sollen wir mehr mit den Kindern unternehmen, wenn die lieber zu Hause hocken und am Smartphone kleben?

Alleine Stress zu mindern, ist manchmal einfach zu viel verlangt

All das alleine zu schaffen, alleine den Stress zu mindern, alleine neue Wege zu finden, um das Leben zu verbessern – das ist manchmal einfach zu viel verlangt. Aber genau dafür gibt es Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren. Genau dafür ist die AOK-Nordseeklinik da!

Denn wir schauen uns Ihre ganz persönliche Situation genau an. Und wir finden mit Ihnen zusammen den für Sie besten Weg, um zu Kräften zu kommen, um gesünder zu leben, um Ihren Alltag mit Beruf und Familie leichter unter einen Hut zu bekommen. Und um stressfrei durch den Winter zu kommen. Was wir da machen, nennt sich „Lebensstilintervention“ (was das bedeutet, können Sie hier lesen). Mit unserer Fachkenntnis und jahrzehntelangen Erfahrung unterstützen wir Sie dabei, für sich und Ihre Familie etwas zum Positiven zu verändern.

Entscheiden Sie sich ganz bewusst für eine Kur im Winter!

Sie wissen, dass Ihnen im Winter immer die Kräfte ausgehen? Dass die dunkle Jahreszeit Sie niederdrückt? Dass Sie sich am liebsten zum Winterschlaf zurückziehen und erst im Frühjahr wieder aufwachen würden? Dann sollten Sie nicht bis zum nächsten Sommer mit Ihrem Kurantrag warten, sondern sich ganz bewusst gerade für die „dunkle“ Jahreszeit entscheiden!

Denn die Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur kann Sie aus dem trüben Alltag herausholen! Sie überbrücken drei lange Wochen, die zu Hause stressig und anstrengend sind, in einer wunderschönen Umgebung. Und Sie lernen, wie Sie stressfrei durch den Winter kommen können und wie Sie gesünder leben und Ihre Ziele erreichen können. 500 Stunden lang erfahren Sie, wie Sie sich noch besser um sich selbst und Ihre Kinder kümmern können.

Was außerdem die meisten gar nicht wissen, ist, dass der Winter bei uns auf der Nordseeinsel Amrum gar nicht so dunkel erscheint wie am Festland in den (Groß-) Städten! Dass der Wind hier die Wolken oft ganz fix weiter pustet und die Sonne wieder herauskommt. Dass wir hier die wahrscheinlich romantischsten Sonnenuntergänge überhaupt haben. Dass das Klima an der Nordsee gerade im Winter besonders gesundheitsfördernd ist. Und dass eine Kur gerade im Winter Balsam für Körper und Seele sein kann!

Sie wollen stressfrei durch den Winter kommen? Dann machen Sie eine Kur bei uns! Stellen Sie noch heute einen Kurantrag!

Lebens­stil­intervention – was ist das eigentlich?

Eine Kurmaßnahme in der AOK-Nordseeklinik ist immer mit einer Lebens­stil­intervention verbunden. Doch was ist das: Lebens­stil­intervention? Und welche Vorteile hat sie für Sie als Patientin und Ihre Kinder?

Dieser etwas sperrige Begriff setzt sich aus „Lebensstil“ und „Intervention“ zusammen. Ein Lebensstil ist die Art und Weise wie wir leben:

  • Wie gestalten wir unseren Alltag?
  • Was benötigen wir zum Leben?
  • Mit welchen Tätigkeiten füllen wir es aus?
  • Wie ernähren wir uns?
  • Wie bewegen wir uns?
  • Wie arbeiten wir?
  • Wie denken wir?
  • Was tun wir mit unseren Ressourcen?
  • Wie gehen wir mit uns selbst und mit anderen um?
  • Welche Ziele haben wir und wie verfolgen wir diese?

Auf all diese Fragen haben wir Antworten oder es uns vorgenommen, welche zu finden. Nun ist es aber so – seien wir ehrlich – dass uns der Alltag oft dazwischenkommt. Wir haben zwar schöne Pläne, besonders zu Silvester! Was nehmen wir uns da immer vor fürs neue Jahr, nicht wahr? Aber dann kommt der 2. Januar, wir gehen wieder arbeiten, die Kinder wieder zur Schule, und das war’s mit unseren Plänen abzunehmen, gesünder zu essen, mit dem Rauchen aufzuhören, uns mehr zu bewegen, weniger fernzusehen und dafür mehr aktive Zeit mit der Familie zu verbringen. Oder?

Sportraum der AOK-Nordseeklinik auf Amrum, blauer Fußboden, grüne Bälle (ein orangefarbener), und hinter der langen Fensterfront liegen Dünen
Lebensstilintervention: Eine Änderung im Leben herbeiführen, um ein gesünderes, zufriedeneres Leben führen zu können.

Lebens­stil­intervention heißt: Eingreifen, um etwas zu ändern

Es klingt ja immer so wunderbar einfach: Ab morgen ändere ich das! Doch wäre es so einfach, dann würden wir nicht jedes Jahr zu Silvester dieselben Pläne schmieden, richtig? Hinzu kommt, dass es im Lauf der Zeit immer frustrierender wird, wenn wir uns etwas vornehmen und es dann doch wieder nicht schaffen. Einige können das belustigt weglächeln. Aber wer wirklich erschöpft ist, keine Kraft mehr hat oder gar nicht mehr weiter weiß und dennoch eine Änderung wirklich gut gebrauchen könnte, kann darüber sicher schon eine Weile nicht mehr lachen.

Und hier kommt der zweite Wortteil ins Spiel: die Intervention. Eine Intervention bedeutet, an einem gewissen Punkt einzugreifen, mit dem Ziel etwas zu ändern. Und genau das machen wir mit unserer Kurmaßnahme. Denn Sie kommen ja zu uns, weil Sie erkannt haben, dass Sie alleine nicht mehr weiterkommen. Weil Sie eine Pause benötigen, um neu aufzutanken, um einige Probleme anzugehen, um sich über Ihre Bedürfnisse klarzuwerden und um neue Ziele zu definieren.

Lebens­stil­intervention heißt auch: Ziele nachhaltig umzusetzen

Darum finden wir mit Ihnen gemeinsam die Stellen heraus, an denen Sie etwas ändern möchten und müssen. Und wir zeigen Ihnen Wege auf, wie Sie selbst in Ihren Lebensstil eingreifen können, um etwas zu ändern. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Ziele nicht nur heute und morgen, sondern nachhaltig umzusetzen.

Bei uns können Sie sich erholen und gleichzeitig Kraft und Mut schöpfen, um mit Hilfe unserer Tipps selbst in Ihrem Lebensstil zu intervenieren, wenn es nötig ist. Selbst etwas zum Positiven zu verändern. Ihren Alltag anzupassen, Ihre eingefahrenen Wege auszubessern und neue Wege zu beschreiten, um gesünder zu werden, mehr Zufriedenheit mit Ihrem Leben zu verspüren, eine stärkere Bindung zu Ihren Kindern zu bekommen und Ihre Ziele zu erreichen.

Eine Lebens­stil­intervention bedeutet also für Sie als Patientin in unserer Klinik: an einem bestimmten Punkt aktiv eine Veränderung in Ihrem Leben anzustreben und mit unserer Unterstützung die ersten Schritte in die richtige Richtung zu machen. Bei mütterlicher Erschöpfung (PVE) und Übergewicht/Adipositas begleiten wir Sie sogar noch ein Jahr lang über das Portal „rehasonanz.de“. Damit Ihre Lebens­stil­intervention erfolgreich und nachhaltig ist. Und damit Sie ein gesünderes und zufriedeneres Leben führen können!

Fünf Schritte zu uns!

Um eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bei uns antreten zu können, brauchen Sie nur fünf Schritte.
Und dann geht’s los mit der aktiven Erholung!