Kurziele in der Mutter-Kind-Kur: Warum ist es wichtig, dass Sie sich welche setzen?

Kurziele in der Mutter-Kind-Kur und Vater-Kind-Kur sind ein elementarer Bestandteil Ihrer Kur. Und es ist wichtig, dass Sie sich schon vor Ihrer Kur über Ihre Kurziele klarwerden. Warum ist das so? Und wofür brauchen Sie diese Ziele überhaupt?

Wenn Sie eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur beantragen, dann haben Sie dafür gewichtige Gründe. Ob Sie völlig erschöpft sind, übergewichtig, Rückenschmerzen haben oder aus anderen Gründen: Eine Kur sollte Ihnen bei diesen Problemen helfen. Sie sollte Ihnen gut tun und Sie dabei unterstützen, wieder auf den richtigen Weg zu einem gesünderen und zufriedeneren Leben zu finden. Damit das aber auch wirklich klappt, sollten Sie sich unbedingt Kurziele setzen.

Die sechs wichtigsten Gründe für Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur

Immer wieder fragen uns Patientinnen und Patienten, warum sie sich in der Mutter- oder Vater-Kind-Kur Kurziele setzen sollten. Hier sind die sechs wichtigsten Gründe dafür:

  1. Wir benötigen Ihre Mithilfe
    Wir als Kurklinik benötigen unbedingt Ihre Mithilfe während Ihrer Kurmaßnahme. Denn alleine können wir Ihre Probleme nicht lösen. Wir müssen wissen, wo Ihre persönlichen Ziele liegen, damit wir beurteilen können, welche Lebensstilintervention (LINK) Sie benötigen. Und welche Anwendungen, Seminare, Gespräche und Aktivitäten dabei besonders hilfreich für Sie wären. Nur so können Sie mit unserer Hilfe hier an der Nordsee einen Grundstein dafür legen, dass Sie auch Ihre langfristigen Ziele in der Gesundheitsvorsorge und Gesundheitskompetenz (LINK) erreichen. Eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bei uns ist also kein „Nordsee-Urlaub“, sondern wir benötigen Ihre volle Aufmerksamkeit und aktive Mitarbeit, damit wir gemeinsam mit Ihnen etwas bewirken können.
  2. Eine aktive Auseinandersetzung kann mehr Klarheit bringen
    Um etwas bewirken zu können, sollten Sie sich schon vor Beginn Ihrer Kurmaßnahme mit den Dingen auseinandersetzen, die Ihr Leben aus der Balance gebracht haben oder immer noch bringen. Und damit, wie Sie das ändern könnten. Das fällt vielen unserer Patientinnen und Patienten gar nicht so leicht. Denn sie, insbesondere die Mütter, sind häufig diejenigen, die nur für andere da sind und sich selbst immer zurückstellen. Eine aktive Auseinandersetzung mit ihren eigenen Problemen vor Ihrer Kur aber kann Ihnen helfen, mehr Klarheit zu gewinnen und bereits einige Ihrer nicht ganz so hilfreichen Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen.
  3. Sie übernehmen die Verantwortung für sich
    Mit diesen Überlegungen rund um Ihre Kurziele geben Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit, Ihre Energie und Ihre seelische Balance nicht an andere (uns) ab. Sondern Sie machen damit den ersten wichtigen Schritt zu einer erfolgreichen Lebensstilintervention: Sie übernehmen selbst die Verantwortung für sich und Ihr Wohlergehen.
  4. Sie nutzen Ihre 500 Stunden so gut wie möglich
    Und gerade das ist ungemein wichtig, damit Sie wirklich das Beste aus Ihrer Kur machen können. Wir können Ihnen „nur“ vielfach erprobte Tipps geben, Ihnen zeigen, wie Sie sie umsetzen können und Sie 500 Stunden lang auf Ihrem Weg begleiten. Doch die Verantwortung darüber, wie sehr Sie sich auf die Kur und unsere Vorschläge einlassen, wie aktiv Sie selbst an Ihrer Gesundheit mitarbeiten – die können natürlich nur Sie selbst tragen. Und das wird erheblich einfacher, wenn Sie sich schon im Vorfeld Ihrer Kur klarmachen, an genau welchen Dingen Sie arbeiten wollen, wo Sie unsere Unterstützung am meisten benötigen und wie Sie Ihre Zeit in der AOK-Nordseeklinik am besten nutzen wollen.
  5. Die Kurziele sind ein wichter Schritt für Ihr weiteres Leben
    Wenn Sie diese Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur richtig gesetzt haben und aktiv während Ihrer Kurmaßnahme darauf hinarbeiten, sie zu erreichen, dann sind Sie auch bereit dafür, die nächsten Schritte auf das große Ziel zuzugehen: ein gesünderes, zufriedeneres Leben für sich und Ihr(e) Kind(er) gestalten zu können. Bessere Entscheidungen treffen zu können, was Ihre körperliche und seelische Gesundheit und die Ihrer Kinder angeht. Und nicht mehr nur funktionieren zu müssen, sondern das Leben und all seine kleinen Kostbarkeiten (wieder) mehr genießen zu können.
  6. Diesen Kurzielen können weitere Meilensteine zur Gesundheit folgen
    Das Erreichen Ihrer Kurziele während Ihrer Kurmaßname kann ein ganz wichtiger Schritt für Sie sein. Denn es ist gar nicht so leicht, sich diese Ziele überhaupt zu setzen und sie dann auch noch zu erreichen. Wenn Sie es aber schaffen, haben Sie schon einen ersten großen Meilenstein auf Ihrem Weg erreicht! Dem dann hoffentlich noch viele weitere folgen werden.

Welche Kurziele könnten Sie sich für Ihre Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur setzen?

Was könnten nun diese Kurziele sein, die Sie sich setzen? Das hängt zum einen von Ihren Indikationen ab. Sind Sie in erster Linie sehr erschöpft, werden Sie wahrscheinlich andere Ziele haben als eine Patientin, die hauptsächlich abnehmen will oder chronische Rückenschmerzen hat.

Kurziele in der Mutter-Kind-Kur: Warum ist es wichtig, dass Sie sich welche setzen? (Im Bild ein winterlicher Blick durch die Amrumer Dünen auf den riesigen Kniepsand, das Meer bis hin zur Nachbarinsel Sylt, darüber blauer Himmel)

Übergeordnete Kurziele

Fangen wir einmal mit übergeordneten Kurzielen an. Das könnten Ziele wie diese sein:

  • gesundheitliche Beschwerden zu lindern,
  • Körper und Seele wieder in die Balance zu bringen,
  • krankmachende und energieraubende Faktoren in Ihrem Leben frühzeitig erkennen zu können,
  • gesündere Verhaltensweisen kennenzulernen,
  • selbstbestimmter mit der eigenen Gesundheit umgehen zu können,
  • Energie zu tanken oder auch
  • Motivation und Inspirationen für Ihren weiteren Weg zu bekommen.

Vielleicht fallen Ihnen noch ganz andere übergeordnete Ziele für sich ein?

Genauere Kurziele

Dann können Sie sich auch noch einmal genauere Kurziele überlegen, die noch gezielter auf Ihre persönliche Situation passen. Das könnten Ziele sein wie diese:

  • über die eigenen Grenzen klarwerden und sie konsequent setzen können,
  • erfahren, wie eine gesunde Ernährung im Familienalltag aussehen und umgesetzt werden kann,
  • größere Mobilität und Schmerzfreiheit des Rückens erlangen und machbare Übungen für zu Hause erlernen,
  • eine engere Bindung zu Ihrem Kind/Ihren Kindern bekommen,
  • starke Gefühlsschwankungen auffangen und mehr Ausgeglichenheit erlangen,
  • einen besseren Umgang mit chronischen Schmerzen lernen,
  • ein paar erste Kilos abnehmen,
  • den inneren Schweinehund überwinden lernen und langfristig mehr bewegen,
  • die Lebensqualität steigern oder auch
  • Wege für eine bessere Balance zwischen den vielfältigen Anforderungen des Alltags (Kinder, Familie, Pflege von Angehörigen, Arbeit usw.) und den eigenen Bedürfnissen lernen.

4 Tipps für Ihre Kurziele in der Mutter-Kind-Kur

Wenn Sie nun überlegen, welche Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur für Sie wichtig sind, dann geben wir Ihnen noch ein paar Tipps dafür mit:

  • Nehmen Sie sich Zeit dafür. Sie sind es als Mutter oder Vater vielleicht gewöhnt, die eigenen Probleme zurückzustellen, weil die der anderen immer vordringlicher zu sein scheinen. Halten Sie also auch mal inne, schalten Sie Handy und Fernseher aus, setzen Sie sich in den nächstgelegenen Park und überlegen Sie ganz in Ruhe, welche Kurziele für Sie die wichtigsten sind.
  • Horchen Sie dafür tief in sich hinein. Nicht immer ist das offensichtlichste Problem auch das, was Sie in der Kur angehen sollten. Denn die offensichtlichen Probleme können manchmal Symptome für etwas ganz anderes sein. Und im Stress des Alltags übersehen wir diese Verbindungen leicht.
  • Formulieren Sie Ihre Ziele klar aus. Machen Sie sich dazu Notizen, schreiben Sie auf, welche Kurziele Sie sich wünschen und verfeinern Sie diese Wünsche in der nächsten Zeit. Je klarer Sie am Ende Ihre Kurziele formulieren, desto leichter können Sie sie auch während Ihrer Kur in der AOK-Nordseeklinik angehen.
  • Bleiben Sie realistisch. Eine Kurmaßnahme bewilligt zu bekommen, kann manchmal dazu führen, bei den Wünschen und Zielen ein bisschen über die Stränge zu schlagen. Das ist absolut verständlich, aber leider nicht so hilfreich, wenn die Kurmaßnahme dann beginnt. Denn unrealistische Ziele führen schnell zu Enttäuschung und Selbstzweifeln. Und sie können extrem demotivierend wirken. Aber Sie und wir wollen ja gerne, dass Sie am Ende Ihrer Kur Ihre ersten Ziele erreicht haben! Und dass Sie voller Motivation wieder nach Hause zurückkehren! Setzen Sie sich deshalb Ziele, die nicht zu niedrig und nicht zu hoch liegen, sondern eine Herausforderung für Sie sind. Aber eine Herausforderung, von der Sie sich vorstellen können, sie mit uns an Ihrer Seite bewältigen zu können. Denn während der Kur sind Sie mit dieser Herausforderung ja nicht allein – wir unterstützen Sie dabei!
  • Große Veränderungen beginnen immer mit kleinen Schritten. Wenn eine große Veränderung in Ihrem Leben sehr schwierig zu erreichen scheint, dann teilen Sie sie einfach in lauter kleine Schritte auf. Denn jeder noch so kleine Schritt ist enorm wichtig, wenn es um Ihre persönliche Gesundheit geht! Sie haben Ihre Kur bereits beantragt und damit schon den ersten Schritt zur Veränderung getan. Machen Sie nun den nächsten wichtigen Schritt, und setzen Sie sich Ihre Kurziele!

Wir freuen uns auf jeden Fall darauf, Sie beim Erreichen Ihrer Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur begleiten zu dürfen!

Sportraum der AOK-Nordseeklinik auf Amrum, blauer Fußboden, grüne Bälle (ein orangefarbener), und hinter der langen Fensterfront liegen Dünen

Fünf Schritte zu uns!

Um eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bei uns antreten zu können, brauchen Sie nur fünf Schritte.
Und dann geht’s los mit der aktiven Erholung!