Ohne die Mutter-Kind-Kur wüsste ich nicht, wo ich heute wäre

Wenn Olga Becker über ihre Mutter-Kind-Kuren in der AOK-Nordseeklinik spricht, strahlt sie übers ganze Gesicht. Die vierfache Mutter war schon sechsmal zur Kur hier und einmal als Gästin, als ihr Mann eine Vater-Kind-Kur machte. Was haben diese Kuren bewirkt und für sie verändert? Wir haben mit ihr darüber gesprochen.

Es ist ihre letzte Kur in der AOK-Nordseeklinik, und wenn sie daran denkt, wird Olga Becker ganz wehmütig. Denn für sie ist die Klinik etwas ganz Besonderes, ein ganz wichtiger Baustein ihrer seelischen und körperlichen Gesundheit. Und sie ist der Ort, an dem sie das geschafft hat, wozu im Alltag viel zu wenig Zeit bleibt: ein ganz enges Band zwischen sich und ihren Kindern zu knüpfen. Aber von vorn.

„Was für ein schönes Fleckchen Erde!“

Im Jahr 2008 kam Olga Becker zum ersten Mal in die AOK-Nordseeklinik. „Ich wusste gar nicht, dass es diese Insel gibt“, sagt sie. „Und ich hatte die Vorstellung, dass die Klinik ein riesiger Klotz sein müsse, wie ein Krankenhaus. Dann kam ich hierher und konnte nur staunen: Was für ein schönes Fleckchen Erde!“

Die Lage der Klinik und die Verteilung der Patientinnen auf verschiedene Häuser gefiel ihr besonders gut. „Die Kurklinik hat keinen Klinikcharakter. Für mich ist sie absolut ideal. Wir wohnen großzügig in schnuckeligen Häusern.“ Dass diese Häuser nach Figuren aus den Kinderbüchern Astrid Lindgrens benannt sind, hat sie noch mehr für die Klinik eingenommen, denn Lindgrens Bücher gehören zu ihren Lieblingskinderbüchern.

„Und es verteilt sich alles gut auf dem Gelände“, sagt Olga Becker, „Ich bin ein Mensch, der ganz gerne auch mal für sich ist, ich muss nicht ständig von Menschen umgeben sein. Wenn ich hier meine Ruhe haben will, kann ich die ohne Probleme finden.“

„Ich habe Ergebnisse erzielt, auf die ich sehr stolz bin.“

Wer eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur macht, macht die nicht einfach so, sondern hat sich ganz individuelle Kurziele gesetzt. So auch Olga Becker.

„Ich wollte mein Gewicht reduzieren und etwas gegen meine Allergien und mein Asthma tun“, erzählt sie. Die Ärzte in ihrem Heimatort aber winkten ab, das würde sie in drei Wochen Kur nicht schaffen. Doch da kannten sie ihre Patientin schlecht, denn: „Ich habe es geschafft, jedesmal besser. Ich habe Ergebnisse erzielt, auf die ich sehr stolz bin.“

Wie sie das geschafft hat? „Mit Hilfe des tollen Teams hier“, sagt sie. „Die Mitarbeiter hier sind wirklich nett und immer hilfsbereit. Man kann sich alles von der Seele reden und seelisch wieder auftanken.“ Sie sagt, sie habe viel gelernt über Dinge, die sie vorher als Ansatzpunkte für eine Veränderung kaum wahrgenommen hat. „Ich habe gelernt, wie ich mich selbst schützen, seelisch abgrenzen und mehr Resilienz aufbauen kann. Das geht hier besonders gut.“

Und weil sie die Natur, die Einsamkeit der Insel und Abstand zum Festland sehr genossen hat, war sie mit ihren Kindern in jeder Kur auch ganz viel draußen unterwegs. „Es ist ein bisschen ‚back to the roots‘, sagt sie. „Und das tut einfach gut.“

Olga Becker sagt: „Ohne die Mutter-Kind-Kur wüsste ich nicht, wo ich heute wäre“

Das Band zwischen Mutter und Kindern wurde immer stärker

Sie hat auch abends, vorm Ins-Bett-Gehen, mit den Kindern häufig noch eine Runde gedreht. Sie sind durch die schöne Inselnatur gewandert, haben gemeinsam Sonnenuntergänge beobachtet und die gute Luft genossen. „Vom Deich aus haben wir das Haus Saltkrokan gesehen. Ich nenne es immer mein ‚Licht in der Nacht‘. Die Luft riecht so gut wie warme Milch mit Honig.“ Und nach diesen Spaziergängen konnten sie und ihre Kinder besonders gut schlafen.

Sie hatte während ihrer Kuren hier viel Zeit für ihre Kinder, ohne den üblichen Alltagsstress, und ohne für sie alle kochen zu müssen. „Ich konnte mich während der Kur nicht nur auf meine Gesundheit, sondern auch auf meine Kinder fokussieren. Ich habe sie besser kennengelernt, konnte ihnen nahe sein. Das ist im Alltag in dieser Form kaum möglich. Wir haben über Gott und die Welt gesprochen, und unser Band wurde immer stärker. Jetzt natürlich besonders mit meinem jüngsten Kind, da es alleine mit mir hier ist. Es ist in der Pubertät und verbringt trotzdem gerne viel Zeit mit mir, und wir lachen so viel!“

Was würde Olga Becker anderen Patientinnen raten?

Nachdem sie so gute Erfolge in ihren Kuren bei uns erzielt hat, wollen wir von Olga Becker noch wissen, was sie anderen Patientinnen raten würde. Was sollten sie bei ihrer Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bedenken? Wie sollten sie das Ganze angehen?

„Man muss es selbst wollen“, sagt sie. „Wir wohnen gemütlich. Es wird uns alles abgenommen. Und in der Gruppe kann man viel disziplinierter an den eigenen Zielen arbeiten als alleine zu Hause. Das sollte man ausnutzen.“

Natürlich dürfe man nicht erwarten, dass die Kur alle Probleme mit einem Schlag lösen könne. „Aber man bekommt einen neuen Blickwinkel“, sagt sie. „Man lernt, dass man viel selbst in der Hand hat, und dass man sich auf das konzentrieren kann, was klappt. Denn selbst wenn mal etwas aus dem Ruder läuft, sieht man oft erst später, wozu das gut war.“ Diesen neuen Blickwinkel konnte sie selbst, wie vieles andere auch, zu Hause in ihren Alltag integrieren.

„Ich wünsche den anderen Patientinnen Gelassenheit“, sagt sie. „Und ich würde ihnen empfehlen, nicht unbedingt das Maximum an Anwendungen mitnehmen zu wollen, sondern auch mal ganz spontan mit den Kindern etwas zu machen. Denn die gemeinsame Erinnerung verbindet noch über viele Jahre.“

„Wir zehren noch immer von den vielen Highlights.“

Die Erinnerungen an ihre früheren Kuren sind noch lange nicht verblasst, sagt Olga Becker, im Gegenteil, sie hat in den Jahren zwischen den Kuren immer wieder von Amrum geträumt. „Es ist einfach wunderschön hier. Ich werde ganz wehmütig, wenn ich daran denke, dass dies nun unsere letzte Kur ist. Ich wüsste wirklich nicht, wo ich heute wäre, hätte ich diese Kuren nicht machen dürfen. Es ist wirklich toll, dass es diese Maßnahme gibt. Für mich und meine Kinder ist sie ein Schatz, den wir gemeinsam erleben durften. Wir zehren noch immer von den vielen Highlights, und ich bin unendlich dankbar dafür.“


Kurziele in der Mutter-Kind-Kur: Warum ist es wichtig, dass Sie sich welche setzen?

Kurziele in der Mutter-Kind-Kur und Vater-Kind-Kur sind ein elementarer Bestandteil Ihrer Kur. Und es ist wichtig, dass Sie sich schon vor Ihrer Kur über Ihre Kurziele klarwerden. Warum ist das so? Und wofür brauchen Sie diese Ziele überhaupt?

Wenn Sie eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur beantragen, dann haben Sie dafür gewichtige Gründe. Ob Sie völlig erschöpft sind, übergewichtig, Rückenschmerzen haben oder aus anderen Gründen: Eine Kur sollte Ihnen bei diesen Problemen helfen. Sie sollte Ihnen gut tun und Sie dabei unterstützen, wieder auf den richtigen Weg zu einem gesünderen und zufriedeneren Leben zu finden. Damit das aber auch wirklich klappt, sollten Sie sich unbedingt Kurziele setzen.

Die sechs wichtigsten Gründe für Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur

Immer wieder fragen uns Patientinnen und Patienten, warum sie sich in der Mutter- oder Vater-Kind-Kur Kurziele setzen sollten. Hier sind die sechs wichtigsten Gründe dafür:

  1. Wir benötigen Ihre Mithilfe
    Wir als Kurklinik benötigen unbedingt Ihre Mithilfe während Ihrer Kurmaßnahme. Denn alleine können wir Ihre Probleme nicht lösen. Wir müssen wissen, wo Ihre persönlichen Ziele liegen, damit wir beurteilen können, welche Lebensstilintervention (LINK) Sie benötigen. Und welche Anwendungen, Seminare, Gespräche und Aktivitäten dabei besonders hilfreich für Sie wären. Nur so können Sie mit unserer Hilfe hier an der Nordsee einen Grundstein dafür legen, dass Sie auch Ihre langfristigen Ziele in der Gesundheitsvorsorge und Gesundheitskompetenz (LINK) erreichen. Eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bei uns ist also kein „Nordsee-Urlaub“, sondern wir benötigen Ihre volle Aufmerksamkeit und aktive Mitarbeit, damit wir gemeinsam mit Ihnen etwas bewirken können.
  2. Eine aktive Auseinandersetzung kann mehr Klarheit bringen
    Um etwas bewirken zu können, sollten Sie sich schon vor Beginn Ihrer Kurmaßnahme mit den Dingen auseinandersetzen, die Ihr Leben aus der Balance gebracht haben oder immer noch bringen. Und damit, wie Sie das ändern könnten. Das fällt vielen unserer Patientinnen und Patienten gar nicht so leicht. Denn sie, insbesondere die Mütter, sind häufig diejenigen, die nur für andere da sind und sich selbst immer zurückstellen. Eine aktive Auseinandersetzung mit ihren eigenen Problemen vor Ihrer Kur aber kann Ihnen helfen, mehr Klarheit zu gewinnen und bereits einige Ihrer nicht ganz so hilfreichen Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen.
  3. Sie übernehmen die Verantwortung für sich
    Mit diesen Überlegungen rund um Ihre Kurziele geben Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit, Ihre Energie und Ihre seelische Balance nicht an andere (uns) ab. Sondern Sie machen damit den ersten wichtigen Schritt zu einer erfolgreichen Lebensstilintervention: Sie übernehmen selbst die Verantwortung für sich und Ihr Wohlergehen.
  4. Sie nutzen Ihre 500 Stunden so gut wie möglich
    Und gerade das ist ungemein wichtig, damit Sie wirklich das Beste aus Ihrer Kur machen können. Wir können Ihnen „nur“ vielfach erprobte Tipps geben, Ihnen zeigen, wie Sie sie umsetzen können und Sie 500 Stunden lang auf Ihrem Weg begleiten. Doch die Verantwortung darüber, wie sehr Sie sich auf die Kur und unsere Vorschläge einlassen, wie aktiv Sie selbst an Ihrer Gesundheit mitarbeiten – die können natürlich nur Sie selbst tragen. Und das wird erheblich einfacher, wenn Sie sich schon im Vorfeld Ihrer Kur klarmachen, an genau welchen Dingen Sie arbeiten wollen, wo Sie unsere Unterstützung am meisten benötigen und wie Sie Ihre Zeit in der AOK-Nordseeklinik am besten nutzen wollen.
  5. Die Kurziele sind ein wichter Schritt für Ihr weiteres Leben
    Wenn Sie diese Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur richtig gesetzt haben und aktiv während Ihrer Kurmaßnahme darauf hinarbeiten, sie zu erreichen, dann sind Sie auch bereit dafür, die nächsten Schritte auf das große Ziel zuzugehen: ein gesünderes, zufriedeneres Leben für sich und Ihr(e) Kind(er) gestalten zu können. Bessere Entscheidungen treffen zu können, was Ihre körperliche und seelische Gesundheit und die Ihrer Kinder angeht. Und nicht mehr nur funktionieren zu müssen, sondern das Leben und all seine kleinen Kostbarkeiten (wieder) mehr genießen zu können.
  6. Diesen Kurzielen können weitere Meilensteine zur Gesundheit folgen
    Das Erreichen Ihrer Kurziele während Ihrer Kurmaßname kann ein ganz wichtiger Schritt für Sie sein. Denn es ist gar nicht so leicht, sich diese Ziele überhaupt zu setzen und sie dann auch noch zu erreichen. Wenn Sie es aber schaffen, haben Sie schon einen ersten großen Meilenstein auf Ihrem Weg erreicht! Dem dann hoffentlich noch viele weitere folgen werden.

Welche Kurziele könnten Sie sich für Ihre Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur setzen?

Was könnten nun diese Kurziele sein, die Sie sich setzen? Das hängt zum einen von Ihren Indikationen ab. Sind Sie in erster Linie sehr erschöpft, werden Sie wahrscheinlich andere Ziele haben als eine Patientin, die hauptsächlich abnehmen will oder chronische Rückenschmerzen hat.

Kurziele in der Mutter-Kind-Kur: Warum ist es wichtig, dass Sie sich welche setzen? (Im Bild ein winterlicher Blick durch die Amrumer Dünen auf den riesigen Kniepsand, das Meer bis hin zur Nachbarinsel Sylt, darüber blauer Himmel)

Übergeordnete Kurziele

Fangen wir einmal mit übergeordneten Kurzielen an. Das könnten Ziele wie diese sein:

  • gesundheitliche Beschwerden zu lindern,
  • Körper und Seele wieder in die Balance zu bringen,
  • krankmachende und energieraubende Faktoren in Ihrem Leben frühzeitig erkennen zu können,
  • gesündere Verhaltensweisen kennenzulernen,
  • selbstbestimmter mit der eigenen Gesundheit umgehen zu können,
  • Energie zu tanken oder auch
  • Motivation und Inspirationen für Ihren weiteren Weg zu bekommen.

Vielleicht fallen Ihnen noch ganz andere übergeordnete Ziele für sich ein?

Genauere Kurziele

Dann können Sie sich auch noch einmal genauere Kurziele überlegen, die noch gezielter auf Ihre persönliche Situation passen. Das könnten Ziele sein wie diese:

  • über die eigenen Grenzen klarwerden und sie konsequent setzen können,
  • erfahren, wie eine gesunde Ernährung im Familienalltag aussehen und umgesetzt werden kann,
  • größere Mobilität und Schmerzfreiheit des Rückens erlangen und machbare Übungen für zu Hause erlernen,
  • eine engere Bindung zu Ihrem Kind/Ihren Kindern bekommen,
  • starke Gefühlsschwankungen auffangen und mehr Ausgeglichenheit erlangen,
  • einen besseren Umgang mit chronischen Schmerzen lernen,
  • ein paar erste Kilos abnehmen,
  • den inneren Schweinehund überwinden lernen und langfristig mehr bewegen,
  • die Lebensqualität steigern oder auch
  • Wege für eine bessere Balance zwischen den vielfältigen Anforderungen des Alltags (Kinder, Familie, Pflege von Angehörigen, Arbeit usw.) und den eigenen Bedürfnissen lernen.

4 Tipps für Ihre Kurziele in der Mutter-Kind-Kur

Wenn Sie nun überlegen, welche Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur für Sie wichtig sind, dann geben wir Ihnen noch ein paar Tipps dafür mit:

  • Nehmen Sie sich Zeit dafür. Sie sind es als Mutter oder Vater vielleicht gewöhnt, die eigenen Probleme zurückzustellen, weil die der anderen immer vordringlicher zu sein scheinen. Halten Sie also auch mal inne, schalten Sie Handy und Fernseher aus, setzen Sie sich in den nächstgelegenen Park und überlegen Sie ganz in Ruhe, welche Kurziele für Sie die wichtigsten sind.
  • Horchen Sie dafür tief in sich hinein. Nicht immer ist das offensichtlichste Problem auch das, was Sie in der Kur angehen sollten. Denn die offensichtlichen Probleme können manchmal Symptome für etwas ganz anderes sein. Und im Stress des Alltags übersehen wir diese Verbindungen leicht.
  • Formulieren Sie Ihre Ziele klar aus. Machen Sie sich dazu Notizen, schreiben Sie auf, welche Kurziele Sie sich wünschen und verfeinern Sie diese Wünsche in der nächsten Zeit. Je klarer Sie am Ende Ihre Kurziele formulieren, desto leichter können Sie sie auch während Ihrer Kur in der AOK-Nordseeklinik angehen.
  • Bleiben Sie realistisch. Eine Kurmaßnahme bewilligt zu bekommen, kann manchmal dazu führen, bei den Wünschen und Zielen ein bisschen über die Stränge zu schlagen. Das ist absolut verständlich, aber leider nicht so hilfreich, wenn die Kurmaßnahme dann beginnt. Denn unrealistische Ziele führen schnell zu Enttäuschung und Selbstzweifeln. Und sie können extrem demotivierend wirken. Aber Sie und wir wollen ja gerne, dass Sie am Ende Ihrer Kur Ihre ersten Ziele erreicht haben! Und dass Sie voller Motivation wieder nach Hause zurückkehren! Setzen Sie sich deshalb Ziele, die nicht zu niedrig und nicht zu hoch liegen, sondern eine Herausforderung für Sie sind. Aber eine Herausforderung, von der Sie sich vorstellen können, sie mit uns an Ihrer Seite bewältigen zu können. Denn während der Kur sind Sie mit dieser Herausforderung ja nicht allein – wir unterstützen Sie dabei!
  • Große Veränderungen beginnen immer mit kleinen Schritten. Wenn eine große Veränderung in Ihrem Leben sehr schwierig zu erreichen scheint, dann teilen Sie sie einfach in lauter kleine Schritte auf. Denn jeder noch so kleine Schritt ist enorm wichtig, wenn es um Ihre persönliche Gesundheit geht! Sie haben Ihre Kur bereits beantragt und damit schon den ersten Schritt zur Veränderung getan. Machen Sie nun den nächsten wichtigen Schritt, und setzen Sie sich Ihre Kurziele!

Wir freuen uns auf jeden Fall darauf, Sie beim Erreichen Ihrer Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur begleiten zu dürfen!

500 Stunden Mutter-Kind-Kur: So nutzen Sie sie am besten!

Drei Wochen Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur auf Amrum: Das sind 500 Stunden, in denen wir Sie dabei begleiten, sich aktiv zu erholen. 500 Stunden sind eine lange Zeit, die Sie gut nutzen sollten, um das Beste aus Ihrer Kur herauszuholen. Doch wie kann das gehen?

Viele unserer Patientinnen machen zum ersten Mal eine Kur in der AOK-Nordseeklinik, manche sogar zum ersten Mal überhaupt. Verständlich, dass sie dann gar nicht wissen, wie sie diese Zeit am besten nutzen können. Hier haben wir hier ein paar Tipps zusammengestellt, damit diese Vorsorgemaßnahme für Sie den größten Effekt haben kann.

1. Bereiten Sie sich auf Ihre Kur vor

Einfach nur Koffer packen und dann nichts wie los? Das klingt herrlich einfach, oder?! Und das können Sie auch so machen und sich trotzdem wunderbar aktiv erholen. Doch hat Ihre Kur – anders als bei Ferien am Meer – einen gesundheitlichen Hintergrund. Eine Mutter-Kind-Kur in der AOK-Nordseeklinik (oder Vater-Kind-Kur) soll dafür sorgen, dass sich Ihr Gesundheitszustand verbessert und Sie mehr Gesund­heits­kompe­tenz erlangen. Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Familien- und beruflichen Alltag wieder besser bewältigen zu können. Zu lernen, sich gut um Ihre eigenen Ressourcen zu kümmern, Erkrankungen vorzubeugen und die Bindung zwischen Ihnen und Ihren Kindern zu stärken.

Machen Sie sich deshalb im Vorfeld Ihrer Kur schon einmal Gedanken darüber, welches die wichtigsten Punkte sind, die Sie während der 500 Stunden bei uns bearbeiten wollen. Was ist das Vordringliche? Wo genau zwickt’s oder kracht’s immer wieder? Wo würden Sie gerne wieder stärker werden? Wobei benötigen Sie besondere Hilfe (oder wie wir das nennen: eine Lebens­stil­inter­vention)?

Je klarer Sie sich darüber sind, desto besser können Sie Ihre Kur und unsere Unterstützung dafür nutzen, genau diese Dinge anzugehen.

2. Nutzen Sie unser Angebot – 500 Stunden lang

Wir erarbeiten mit Ihnen zusammen einen Kurplan, der auf Ihr Beschwerdebild, Ihre familiäre und berufliche Situation und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Dieser Kurplan enthält so manches, das Sie noch nicht kennen. Vielleicht haben Sie auch Vorbehalte einigen Dingen gegenüber. Wir raten Ihnen dennoch: Nutzen Sie das Angebot! Warum?

Weil Sie nicht zu uns gekommen sind, um in Ihren alten, eingefahrenen Bahnen zu bleiben. Um alles genau so zu machen, wie Sie es schon immer gemacht haben. Sondern weil Sie auf Amrum sind, um die alten Wege, die Sie in die Erschöpfung und die Isolation getrieben, Ihnen Schmerzen bereitet und Kraft geraubt haben, zu verlassen. Um neue Wege kennenzulernen, die Sie stärken, ermutigen und förderlich für Ihre Gesundheit sein können. Lassen Sie sich darauf ein, unserer Expertise zu vertrauen und machen Sie aktiv mit. Nutzen Sie alles, was wir Ihnen anbieten – denn genau dafür sind Sie hier!

500 Stunden lang die Kur und eine überwältigende Natur genießen

3. Genießen Sie unsere Insel

Abhängen vor dem Fernseher? Nicht bei uns! Denn Sie verbringen Ihre Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur auf Amrum, einer Nordseeinsel, die schöner kaum sein könnte. Mit einem riesigen Strand und einem langgestreckten Waldgebiet mitten in einer der wertvollsten Naturlandschaften der Erde: dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Nutzen Sie es aus, 500 Stunden zusammen mit Ihrem Kind/Ihren Kindern auf diesem wunderschönen Kleinod verbringen zu können. Besorgen Sie sich an der Rezeption eine Karte der Insel mit Ausflugstipps für Sie und Ihre Kinder. Im Zentrum von Norddorf können Sie sich Fahrräder (mit Anhängern für Kleinkinder) ausleihen. Und dann laufen oder fahren Sie los und erkunden Sie diese bezaubernde Insel. Lernen Sie etwas über ihre Geschichte, die hier überall präsent ist. Durchstreifen Sie die charmanten, sehr unterschiedlichen Dörfer. Genießen Sie einen der schönsten Strände der Welt, besuchen Sie die Sehenswürdigkeiten und die Spielplätze. Atmen Sie tief durch, lassen Sie das Reizklima auf sich wirken. Und lassen Sie sich auf diese Insel und ihre überwältigende Natur und Einzigartigkeit ein!

4. Finden Sie Ihre Balance (wieder)

Auch wenn 500 Stunden ganz schön lang klingt, sind drei Wochen doch schnell wieder vorbei. Umso wichtiger, dass Sie zwischen unseren kurbezogenen Angeboten und all dem, was Sie auf der Insel Amrum entdecken können, eine gute Balance finden. Laden Sie sich nicht zu viel und nicht zu wenig auf, kosten Sie die 500 Stunden aus und versuchen Sie, Ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden.

Erlauben Sie sich zu staunen, offen zu sein für Unbekanntes, Ihrer Intuition zu vertrauen, tagtäglich dem wunderbaren Rauschen der Wellen zu lauschen und sich an den schönen Dingen dieser Welt zu erfreuen. Erlauben Sie sich, auch mal schwach zu sein. Und (wieder) stark zu werden. Nehmen Sie sich Zeit für sich, denn nicht nur Ihre Kinder brauchen Sie fit und gesund. Auch Sie selbst brauchen sich. Und je ausbalancierter Sie sind, desto leichter kann es Ihnen fallen, Ihren Alltag zu Hause, mit Familie und Beruf, zu „wuppen“.

Wir freuen uns, Sie dabei mit unserer Expertise unterstützen zu können!

Die Belastungen durch Corona für Mütter und Kinder

Wie hoch sind die Belastungen durch Corona für Mütter und Kinder nach zwei Jahren Pandemie und Einschränkungen für Familien? Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hat dies in einer Studie erforscht. Und was hat das mit „Bliis Tidjen“ zu tun?

Für Eltern, insbesondere Mütter, waren und sind die Belastungen durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen besonders hoch. Alle Studien, die seit Beginn der Pandemie durchgeführt wurden, bestätigen dies, auch die des BiB. Denn Mütter übernahmen den Hauptteil der Familienarbeit. Väter dagegen erhöhten nur vorübergehend, während Kurzarbeit und Arbeit im Homeoffice, ihren Anteil an der Sorgearbeit für ihre Kinder.

Negative Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit

Die zusätzlichen Belastungen durch Corona haben sich negativ unter anderem auf die Lebenszufriedenheit und die emotionale Erschöpfung der Eltern ausgewirkt. Hiervon waren insbesondere Mütter, Alleinerziehende und Familien mit niedrigem Einkommen betroffen.

Die Studie des BiB fasst zusammen, dass Familien während der Pandemie viel geleistet haben. Jedoch haben psychosoziale und gesundheitliche Beeinträchtigungen zugenommen. Die Lebensqualität und Zukunftsperspektiven von Familien haben gelitten. Und viele Familien „befinden sich hinsichtlich Gesundheit, Bildung oder auch finanziell in schwierigen Lebenslagen.“

Bliis Tidjen, zufriedene Zeiten, bei einem Spaziergang am Meer, über eine große Sandfläche am Spülsaum, darüber ein blauer Himmel mit strahlender Sonne und wenigen weißen Wölkchen

Bei Kindern Anstieg psychosomatischer Beschwerden

Für Kinder und Jugendliche zeigte der Wegfall des geregelten Schulalltags und der persönlichen Kontakte Auswirkungen auf ihren seelischen und geistigen Gesundheitszustand. Die Studie fand Hinweise auf einen Anstieg von psychosomatischen Beschwerden, Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Erkrankungen. Bereits vorbelastete Kinder seien davon besonders betroffen. Kontaktbeschränkungen beeinträchtigten die Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung vieler Kinder und Jugendlicher, führten teilweise sogar zu problematischen Kontaktängsten. Auch ein Anstieg der Symptome für Depressionen, gerade bei Mädchen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, sei zu bemerken.

Darüber hinaus zeigt die Studie auf, dass Lernzeiten und daraus resultierende Lernerfolge im Homeschooling deutlich zurückgegangen seien. Auch sportliche Betätigungen hätten sich reduziert, während sich die Bildschirmzeit deutlich erhöht habe. Hinzu kämen außerdem Ernährungsprobleme und Gewalterfahrungen.

Wie „Bliis Tidjen“ Mütter, Väter und Kinder jetzt unterstützen kann

Wie sich all dies langfristig auswirken wird, ist noch nicht abzusehen. „Aus unserer Sicht“, sagt die Ärztliche Direktorin der AOK-Nordseeklinik Berit Mehmen, „ist es deshalb umso wichtiger, möglichen langfristigen Schäden jetzt schon vorzubeugen.“ An genau diesem Punkt setzt die Klinik mit ihrer Mutter-Kind-Kur und Vater-Kind-Kur an.

„Wir haben das Konzept „Bliis Tidjen“, zu Deutsch „zufriedene Zeiten“, entwickelt“, so Mehmen, „das gerade jetzt Müttern und Vätern Hilfestellungen bietet, mit denen sie ihre psychische und körperliche Stabilität und Gesundheit und ihr familiäres Miteinander stärken können. All das kann ihre Lebenszufriedenheit, die unter Corona sehr gelitten hat, wieder steigern. Und es kann dazu beitragen, langfristige Folgen der pandemiebedingten Einschränkungen zu reduzieren.“

Mehr Informationen:

Möchten Sie mehr zu „Bliis Tidjen“ wissen? Dann klicken Sie hier #BliisTidjen.
Möchten Sie sich zu einer Kur bei uns anmelden? Dann geht es hier weiter.
Die Studie des BiB finden Sie hier.

Sportraum der AOK-Nordseeklinik auf Amrum, blauer Fußboden, grüne Bälle (ein orangefarbener), und hinter der langen Fensterfront liegen Dünen

Fünf Schritte zu uns!

Um eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bei uns antreten zu können, brauchen Sie nur fünf Schritte.
Und dann geht’s los mit der aktiven Erholung!