Ohne die Mutter-Kind-Kur wüsste ich nicht, wo ich heute wäre

Wenn Olga Becker über ihre Mutter-Kind-Kuren in der AOK-Nordseeklinik spricht, strahlt sie übers ganze Gesicht. Die vierfache Mutter war schon sechsmal zur Kur hier und einmal als Gästin, als ihr Mann eine Vater-Kind-Kur machte. Was haben diese Kuren bewirkt und für sie verändert? Wir haben mit ihr darüber gesprochen.

Es ist ihre letzte Kur in der AOK-Nordseeklinik, und wenn sie daran denkt, wird Olga Becker ganz wehmütig. Denn für sie ist die Klinik etwas ganz Besonderes, ein ganz wichtiger Baustein ihrer seelischen und körperlichen Gesundheit. Und sie ist der Ort, an dem sie das geschafft hat, wozu im Alltag viel zu wenig Zeit bleibt: ein ganz enges Band zwischen sich und ihren Kindern zu knüpfen. Aber von vorn.

„Was für ein schönes Fleckchen Erde!“

Im Jahr 2008 kam Olga Becker zum ersten Mal in die AOK-Nordseeklinik. „Ich wusste gar nicht, dass es diese Insel gibt“, sagt sie. „Und ich hatte die Vorstellung, dass die Klinik ein riesiger Klotz sein müsse, wie ein Krankenhaus. Dann kam ich hierher und konnte nur staunen: Was für ein schönes Fleckchen Erde!“

Die Lage der Klinik und die Verteilung der Patientinnen auf verschiedene Häuser gefiel ihr besonders gut. „Die Kurklinik hat keinen Klinikcharakter. Für mich ist sie absolut ideal. Wir wohnen großzügig in schnuckeligen Häusern.“ Dass diese Häuser nach Figuren aus den Kinderbüchern Astrid Lindgrens benannt sind, hat sie noch mehr für die Klinik eingenommen, denn Lindgrens Bücher gehören zu ihren Lieblingskinderbüchern.

„Und es verteilt sich alles gut auf dem Gelände“, sagt Olga Becker, „Ich bin ein Mensch, der ganz gerne auch mal für sich ist, ich muss nicht ständig von Menschen umgeben sein. Wenn ich hier meine Ruhe haben will, kann ich die ohne Probleme finden.“

„Ich habe Ergebnisse erzielt, auf die ich sehr stolz bin.“

Wer eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur macht, macht die nicht einfach so, sondern hat sich ganz individuelle Kurziele gesetzt. So auch Olga Becker.

„Ich wollte mein Gewicht reduzieren und etwas gegen meine Allergien und mein Asthma tun“, erzählt sie. Die Ärzte in ihrem Heimatort aber winkten ab, das würde sie in drei Wochen Kur nicht schaffen. Doch da kannten sie ihre Patientin schlecht, denn: „Ich habe es geschafft, jedesmal besser. Ich habe Ergebnisse erzielt, auf die ich sehr stolz bin.“

Wie sie das geschafft hat? „Mit Hilfe des tollen Teams hier“, sagt sie. „Die Mitarbeiter hier sind wirklich nett und immer hilfsbereit. Man kann sich alles von der Seele reden und seelisch wieder auftanken.“ Sie sagt, sie habe viel gelernt über Dinge, die sie vorher als Ansatzpunkte für eine Veränderung kaum wahrgenommen hat. „Ich habe gelernt, wie ich mich selbst schützen, seelisch abgrenzen und mehr Resilienz aufbauen kann. Das geht hier besonders gut.“

Und weil sie die Natur, die Einsamkeit der Insel und Abstand zum Festland sehr genossen hat, war sie mit ihren Kindern in jeder Kur auch ganz viel draußen unterwegs. „Es ist ein bisschen ‚back to the roots‘, sagt sie. „Und das tut einfach gut.“

Olga Becker sagt: „Ohne die Mutter-Kind-Kur wüsste ich nicht, wo ich heute wäre“

Das Band zwischen Mutter und Kindern wurde immer stärker

Sie hat auch abends, vorm Ins-Bett-Gehen, mit den Kindern häufig noch eine Runde gedreht. Sie sind durch die schöne Inselnatur gewandert, haben gemeinsam Sonnenuntergänge beobachtet und die gute Luft genossen. „Vom Deich aus haben wir das Haus Saltkrokan gesehen. Ich nenne es immer mein ‚Licht in der Nacht‘. Die Luft riecht so gut wie warme Milch mit Honig.“ Und nach diesen Spaziergängen konnten sie und ihre Kinder besonders gut schlafen.

Sie hatte während ihrer Kuren hier viel Zeit für ihre Kinder, ohne den üblichen Alltagsstress, und ohne für sie alle kochen zu müssen. „Ich konnte mich während der Kur nicht nur auf meine Gesundheit, sondern auch auf meine Kinder fokussieren. Ich habe sie besser kennengelernt, konnte ihnen nahe sein. Das ist im Alltag in dieser Form kaum möglich. Wir haben über Gott und die Welt gesprochen, und unser Band wurde immer stärker. Jetzt natürlich besonders mit meinem jüngsten Kind, da es alleine mit mir hier ist. Es ist in der Pubertät und verbringt trotzdem gerne viel Zeit mit mir, und wir lachen so viel!“

Was würde Olga Becker anderen Patientinnen raten?

Nachdem sie so gute Erfolge in ihren Kuren bei uns erzielt hat, wollen wir von Olga Becker noch wissen, was sie anderen Patientinnen raten würde. Was sollten sie bei ihrer Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bedenken? Wie sollten sie das Ganze angehen?

„Man muss es selbst wollen“, sagt sie. „Wir wohnen gemütlich. Es wird uns alles abgenommen. Und in der Gruppe kann man viel disziplinierter an den eigenen Zielen arbeiten als alleine zu Hause. Das sollte man ausnutzen.“

Natürlich dürfe man nicht erwarten, dass die Kur alle Probleme mit einem Schlag lösen könne. „Aber man bekommt einen neuen Blickwinkel“, sagt sie. „Man lernt, dass man viel selbst in der Hand hat, und dass man sich auf das konzentrieren kann, was klappt. Denn selbst wenn mal etwas aus dem Ruder läuft, sieht man oft erst später, wozu das gut war.“ Diesen neuen Blickwinkel konnte sie selbst, wie vieles andere auch, zu Hause in ihren Alltag integrieren.

„Ich wünsche den anderen Patientinnen Gelassenheit“, sagt sie. „Und ich würde ihnen empfehlen, nicht unbedingt das Maximum an Anwendungen mitnehmen zu wollen, sondern auch mal ganz spontan mit den Kindern etwas zu machen. Denn die gemeinsame Erinnerung verbindet noch über viele Jahre.“

„Wir zehren noch immer von den vielen Highlights.“

Die Erinnerungen an ihre früheren Kuren sind noch lange nicht verblasst, sagt Olga Becker, im Gegenteil, sie hat in den Jahren zwischen den Kuren immer wieder von Amrum geträumt. „Es ist einfach wunderschön hier. Ich werde ganz wehmütig, wenn ich daran denke, dass dies nun unsere letzte Kur ist. Ich wüsste wirklich nicht, wo ich heute wäre, hätte ich diese Kuren nicht machen dürfen. Es ist wirklich toll, dass es diese Maßnahme gibt. Für mich und meine Kinder ist sie ein Schatz, den wir gemeinsam erleben durften. Wir zehren noch immer von den vielen Highlights, und ich bin unendlich dankbar dafür.“


Kurziele in der Mutter-Kind-Kur: Warum ist es wichtig, dass Sie sich welche setzen?

Kurziele in der Mutter-Kind-Kur und Vater-Kind-Kur sind ein elementarer Bestandteil Ihrer Kur. Und es ist wichtig, dass Sie sich schon vor Ihrer Kur über Ihre Kurziele klarwerden. Warum ist das so? Und wofür brauchen Sie diese Ziele überhaupt?

Wenn Sie eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur beantragen, dann haben Sie dafür gewichtige Gründe. Ob Sie völlig erschöpft sind, übergewichtig, Rückenschmerzen haben oder aus anderen Gründen: Eine Kur sollte Ihnen bei diesen Problemen helfen. Sie sollte Ihnen gut tun und Sie dabei unterstützen, wieder auf den richtigen Weg zu einem gesünderen und zufriedeneren Leben zu finden. Damit das aber auch wirklich klappt, sollten Sie sich unbedingt Kurziele setzen.

Die sechs wichtigsten Gründe für Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur

Immer wieder fragen uns Patientinnen und Patienten, warum sie sich in der Mutter- oder Vater-Kind-Kur Kurziele setzen sollten. Hier sind die sechs wichtigsten Gründe dafür:

  1. Wir benötigen Ihre Mithilfe
    Wir als Kurklinik benötigen unbedingt Ihre Mithilfe während Ihrer Kurmaßnahme. Denn alleine können wir Ihre Probleme nicht lösen. Wir müssen wissen, wo Ihre persönlichen Ziele liegen, damit wir beurteilen können, welche Lebensstilintervention (LINK) Sie benötigen. Und welche Anwendungen, Seminare, Gespräche und Aktivitäten dabei besonders hilfreich für Sie wären. Nur so können Sie mit unserer Hilfe hier an der Nordsee einen Grundstein dafür legen, dass Sie auch Ihre langfristigen Ziele in der Gesundheitsvorsorge und Gesundheitskompetenz (LINK) erreichen. Eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bei uns ist also kein „Nordsee-Urlaub“, sondern wir benötigen Ihre volle Aufmerksamkeit und aktive Mitarbeit, damit wir gemeinsam mit Ihnen etwas bewirken können.
  2. Eine aktive Auseinandersetzung kann mehr Klarheit bringen
    Um etwas bewirken zu können, sollten Sie sich schon vor Beginn Ihrer Kurmaßnahme mit den Dingen auseinandersetzen, die Ihr Leben aus der Balance gebracht haben oder immer noch bringen. Und damit, wie Sie das ändern könnten. Das fällt vielen unserer Patientinnen und Patienten gar nicht so leicht. Denn sie, insbesondere die Mütter, sind häufig diejenigen, die nur für andere da sind und sich selbst immer zurückstellen. Eine aktive Auseinandersetzung mit ihren eigenen Problemen vor Ihrer Kur aber kann Ihnen helfen, mehr Klarheit zu gewinnen und bereits einige Ihrer nicht ganz so hilfreichen Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen.
  3. Sie übernehmen die Verantwortung für sich
    Mit diesen Überlegungen rund um Ihre Kurziele geben Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit, Ihre Energie und Ihre seelische Balance nicht an andere (uns) ab. Sondern Sie machen damit den ersten wichtigen Schritt zu einer erfolgreichen Lebensstilintervention: Sie übernehmen selbst die Verantwortung für sich und Ihr Wohlergehen.
  4. Sie nutzen Ihre 500 Stunden so gut wie möglich
    Und gerade das ist ungemein wichtig, damit Sie wirklich das Beste aus Ihrer Kur machen können. Wir können Ihnen „nur“ vielfach erprobte Tipps geben, Ihnen zeigen, wie Sie sie umsetzen können und Sie 500 Stunden lang auf Ihrem Weg begleiten. Doch die Verantwortung darüber, wie sehr Sie sich auf die Kur und unsere Vorschläge einlassen, wie aktiv Sie selbst an Ihrer Gesundheit mitarbeiten – die können natürlich nur Sie selbst tragen. Und das wird erheblich einfacher, wenn Sie sich schon im Vorfeld Ihrer Kur klarmachen, an genau welchen Dingen Sie arbeiten wollen, wo Sie unsere Unterstützung am meisten benötigen und wie Sie Ihre Zeit in der AOK-Nordseeklinik am besten nutzen wollen.
  5. Die Kurziele sind ein wichter Schritt für Ihr weiteres Leben
    Wenn Sie diese Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur richtig gesetzt haben und aktiv während Ihrer Kurmaßnahme darauf hinarbeiten, sie zu erreichen, dann sind Sie auch bereit dafür, die nächsten Schritte auf das große Ziel zuzugehen: ein gesünderes, zufriedeneres Leben für sich und Ihr(e) Kind(er) gestalten zu können. Bessere Entscheidungen treffen zu können, was Ihre körperliche und seelische Gesundheit und die Ihrer Kinder angeht. Und nicht mehr nur funktionieren zu müssen, sondern das Leben und all seine kleinen Kostbarkeiten (wieder) mehr genießen zu können.
  6. Diesen Kurzielen können weitere Meilensteine zur Gesundheit folgen
    Das Erreichen Ihrer Kurziele während Ihrer Kurmaßname kann ein ganz wichtiger Schritt für Sie sein. Denn es ist gar nicht so leicht, sich diese Ziele überhaupt zu setzen und sie dann auch noch zu erreichen. Wenn Sie es aber schaffen, haben Sie schon einen ersten großen Meilenstein auf Ihrem Weg erreicht! Dem dann hoffentlich noch viele weitere folgen werden.

Welche Kurziele könnten Sie sich für Ihre Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur setzen?

Was könnten nun diese Kurziele sein, die Sie sich setzen? Das hängt zum einen von Ihren Indikationen ab. Sind Sie in erster Linie sehr erschöpft, werden Sie wahrscheinlich andere Ziele haben als eine Patientin, die hauptsächlich abnehmen will oder chronische Rückenschmerzen hat.

Kurziele in der Mutter-Kind-Kur: Warum ist es wichtig, dass Sie sich welche setzen? (Im Bild ein winterlicher Blick durch die Amrumer Dünen auf den riesigen Kniepsand, das Meer bis hin zur Nachbarinsel Sylt, darüber blauer Himmel)

Übergeordnete Kurziele

Fangen wir einmal mit übergeordneten Kurzielen an. Das könnten Ziele wie diese sein:

  • gesundheitliche Beschwerden zu lindern,
  • Körper und Seele wieder in die Balance zu bringen,
  • krankmachende und energieraubende Faktoren in Ihrem Leben frühzeitig erkennen zu können,
  • gesündere Verhaltensweisen kennenzulernen,
  • selbstbestimmter mit der eigenen Gesundheit umgehen zu können,
  • Energie zu tanken oder auch
  • Motivation und Inspirationen für Ihren weiteren Weg zu bekommen.

Vielleicht fallen Ihnen noch ganz andere übergeordnete Ziele für sich ein?

Genauere Kurziele

Dann können Sie sich auch noch einmal genauere Kurziele überlegen, die noch gezielter auf Ihre persönliche Situation passen. Das könnten Ziele sein wie diese:

  • über die eigenen Grenzen klarwerden und sie konsequent setzen können,
  • erfahren, wie eine gesunde Ernährung im Familienalltag aussehen und umgesetzt werden kann,
  • größere Mobilität und Schmerzfreiheit des Rückens erlangen und machbare Übungen für zu Hause erlernen,
  • eine engere Bindung zu Ihrem Kind/Ihren Kindern bekommen,
  • starke Gefühlsschwankungen auffangen und mehr Ausgeglichenheit erlangen,
  • einen besseren Umgang mit chronischen Schmerzen lernen,
  • ein paar erste Kilos abnehmen,
  • den inneren Schweinehund überwinden lernen und langfristig mehr bewegen,
  • die Lebensqualität steigern oder auch
  • Wege für eine bessere Balance zwischen den vielfältigen Anforderungen des Alltags (Kinder, Familie, Pflege von Angehörigen, Arbeit usw.) und den eigenen Bedürfnissen lernen.

4 Tipps für Ihre Kurziele in der Mutter-Kind-Kur

Wenn Sie nun überlegen, welche Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur für Sie wichtig sind, dann geben wir Ihnen noch ein paar Tipps dafür mit:

  • Nehmen Sie sich Zeit dafür. Sie sind es als Mutter oder Vater vielleicht gewöhnt, die eigenen Probleme zurückzustellen, weil die der anderen immer vordringlicher zu sein scheinen. Halten Sie also auch mal inne, schalten Sie Handy und Fernseher aus, setzen Sie sich in den nächstgelegenen Park und überlegen Sie ganz in Ruhe, welche Kurziele für Sie die wichtigsten sind.
  • Horchen Sie dafür tief in sich hinein. Nicht immer ist das offensichtlichste Problem auch das, was Sie in der Kur angehen sollten. Denn die offensichtlichen Probleme können manchmal Symptome für etwas ganz anderes sein. Und im Stress des Alltags übersehen wir diese Verbindungen leicht.
  • Formulieren Sie Ihre Ziele klar aus. Machen Sie sich dazu Notizen, schreiben Sie auf, welche Kurziele Sie sich wünschen und verfeinern Sie diese Wünsche in der nächsten Zeit. Je klarer Sie am Ende Ihre Kurziele formulieren, desto leichter können Sie sie auch während Ihrer Kur in der AOK-Nordseeklinik angehen.
  • Bleiben Sie realistisch. Eine Kurmaßnahme bewilligt zu bekommen, kann manchmal dazu führen, bei den Wünschen und Zielen ein bisschen über die Stränge zu schlagen. Das ist absolut verständlich, aber leider nicht so hilfreich, wenn die Kurmaßnahme dann beginnt. Denn unrealistische Ziele führen schnell zu Enttäuschung und Selbstzweifeln. Und sie können extrem demotivierend wirken. Aber Sie und wir wollen ja gerne, dass Sie am Ende Ihrer Kur Ihre ersten Ziele erreicht haben! Und dass Sie voller Motivation wieder nach Hause zurückkehren! Setzen Sie sich deshalb Ziele, die nicht zu niedrig und nicht zu hoch liegen, sondern eine Herausforderung für Sie sind. Aber eine Herausforderung, von der Sie sich vorstellen können, sie mit uns an Ihrer Seite bewältigen zu können. Denn während der Kur sind Sie mit dieser Herausforderung ja nicht allein – wir unterstützen Sie dabei!
  • Große Veränderungen beginnen immer mit kleinen Schritten. Wenn eine große Veränderung in Ihrem Leben sehr schwierig zu erreichen scheint, dann teilen Sie sie einfach in lauter kleine Schritte auf. Denn jeder noch so kleine Schritt ist enorm wichtig, wenn es um Ihre persönliche Gesundheit geht! Sie haben Ihre Kur bereits beantragt und damit schon den ersten Schritt zur Veränderung getan. Machen Sie nun den nächsten wichtigen Schritt, und setzen Sie sich Ihre Kurziele!

Wir freuen uns auf jeden Fall darauf, Sie beim Erreichen Ihrer Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur begleiten zu dürfen!

#AufeinenTeemit … Philipp Joroch

Hier auf Amrum trinken wir gerne in Ruhe eine Tasse Tee. Und bei der schnacken wir mal mit Patientinnen und Patienten, und mal mit den Menschen, die in der AOK-Nordseeklinik arbeiten und sie vor und hinter den Kulissen in Bewegung halten.

Diesmal treffen wir uns #AufeinenTeemit … Philipp Joroch, dem Klinikdirektor.

Teetasse mit grünem Tee auf einer Bank, im Hintergrund das Meer. Daneben der Hashtag „#AufeinenTeemit …“ der AOK-Nordseeklinik

Wie lange leben Sie schon auf Amrum?

Seit Oktober 2015. Meine Frau ist geborene Amrumerin und wir haben zwei wunderbare Kinder (6 und 8 Jahre alt).

Was ist für Sie das Schönste daran, hier auf der Insel zu leben?

Hier kann ich Lebens- und Arbeitsqualität perfekt miteinander verbinden. Das ist wirklich etwas Besonderes.

Wie lange arbeiten Sie schon in der AOK-Nordseeklinik?

Seit ich auf Amrum angekommen bin, also seit sieben Jahren. Seit Mai 2019 in verantwortlicher Position.

Der Teamspirit hier ist sehr besonders

Woraus besteht Ihr Job?

Zum einen ist es mein Job, dafür zu sorgen, dass wir unseren Patientinnen die größtmögliche Gesundheitsförderung innerhalb von drei Wochen anbieten können. Zum anderen bedeutet das, dass ich stets die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften wiederkehrend prüfen muss. Das beinhaltet Abstimmungen mit den acht Abteilungsleitungen, wiederkehrende Gespräche mit Mitarbeitenden, aber auch beispielsweise einen „Stammtisch“ bei Kaffee und Kuchen mit Kurwiederholerinnen, von denen wir viele haben. Und natürlich steht meine Tür immer für alle offen, Mitarbeitende wie Patientinnen.

Was macht das Arbeiten in der AOK-Nordseeklinik so besonders?

Der Teamspirit, die Lage der Klinik und natürlich die Arbeit an sich. Denn es ist eine spannende Herausforderung, unseren für die Gesellschaft sehr relevanten sozial-medizinischen Auftrag unter den gegebenen ökonomischen Bedingungen an diesem besonderen Ort wiederkehrend anbieten zu können.

Nur wer sein Ziel kennt, kann den Weg dorthin finden

Was waren die schönsten Rückmeldungen, die Patientinnen Ihnen je gegeben haben?

Ich freue mich immer am meisten über zwei Dinge: Wenn mir Patientinnen die Rückmeldung geben, dass sie für sich und ihre Familie einen spürbaren Gesundheitsgewinn mitnehmen bzw. Ansätze zur Fortführung am Heimatort – denn das ist ja unsere Hauptaufgabe und die Anforderung an eine Vorsorgemaßnahme, genau dafür zu sorgen. Und wenn sie sagen, dass wir ein sehr nettes und kompetentes Team haben – denn genau so nehme ich es auch wahr. Und beide Rückmeldungen bekomme ich oft, was mich wirklich freut.

Was würden Sie zukünftigen Patientinnen in Bezug auf ihre Kur raten?

Mein Motto ist: „Nur wer sein Ziel kennt, kann den Weg dorthin finden.“ Deshalb würde ich ihnen raten, sich schon vor ihrer Anreise ein klares Ziel zu setzen, für die eigene Gesundheit und die der Kinder und für ihr Familiensetting. Hier sollten sie dann mit unserem therapeutischen Team sprechen, sich alle Tipps und Tools abholen, für Neues und für Veränderungen in ihrem Leben offen sein. Machen sie das gezielt, und genießen sie dann ihre Freizeit und bewegen sich viel in der Natur hier, dann werden ihnen viele Dinge schon klar, und sie können sich hier schon die nächsten Ziele für zu Hause setzen. Denn alleine das Spazierengehen kann schon die Gedanken öffnen und neue Impulse für den Alltag zu Hause bringen.

Und was sollten die Patientinnen während ihrer Kur auf Amrum auf gar keinen Fall verpassen?

Für mich ist das ganz klar der Weg um die Odde, die Nordspitze von Amrum. Da haben sie ein sehr ursprüngliches Naturerlebnis und viel Abwechslung zwischen der Wattseite und der Seite zum offenen Meer hin. Und sie sollten, wenn es möglich ist, unbedingt einmal auf den Leuchtturm gehen, denn der Ausblick von da oben ist einfach unvergesslich.

#AufeinenTeemit … Astrid W.

Hier auf Amrum trinken wir gerne in Ruhe eine Tasse Tee. Und bei der schnacken wir mal mit Patientinnen und Patienten, und mal mit den Menschen, die in der AOK-Nordseeklinik arbeiten und sie vor und hinter den Kulissen in Bewegung halten.

Diesmal treffen wir uns #AufeinenTeemit … Astrid W., einer ehemaligen Patientin.

Teetasse mit grünem Tee auf einer Bank, im Hintergrund das Meer. Daneben der Hashtag „#AufeinenTeemit …“ der AOK-Nordseeklinik

Wie häufig waren Sie schon zur Mutter-Kind-Kur bei uns in der AOK-Nordseeklinik?

Ich bin sechsmal bei Ihnen zur Kur gewesen, das erste Mal 1996.

Wann waren Sie das letzte Mal bei uns?

Das war 2018. Da hatte sich im Vergleich zum ersten Mal schon viel verändert. Da war das Dünenhaus dazugekommen und die kleineren Häuser. Und die Appartements waren im Vergleich zu damals purer Luxus (lacht).

Mit welchen Indikationen sind Sie zu uns gekommen?

Bei den ersten beiden Kuren war ich Begleitperson für meine Kinder, die Neurodermitis hatten. Damals konnte man noch Begleitperson sein. Heute ist das ja anders. Danach bin ich wegen Rückenbeschwerden und Gewichtsproblemen gekommen. Und ich brauchte einfach mal Abstand vom Alltag.

Ich wollte mich vom Alltag mit vier Kindern erholen

Was war Ihr Kurziel bei den letzten Kuren?

Ich wollte unbedingt abnehmen, nach Bandscheibenvorfällen die Rückenschmerzen loswerden und mich vom Alltag erholen. Mein Mann und ich arbeiteten beide, und wir haben vier Kinder, da brauchte ich mal Luftveränderung.

Haben Sie Ihre Kurziele erreicht?

Auf jeden Fall habe ich Abstand gewonnen, konnte dem Alltag entfliehen und die Ruhe genießen. Ich habe auch abgenommen und meine Rückenschmerzen haben sich gebessert. Aber man muss natürlich zu Hause dranbleiben. Das ist gar nicht so leicht. Eine gewisse Zeit klappt das ganz gut, aber irgendwann kommt man wieder raus. Man weiß zwar wie es geht, aber wie sagt man so schön: „Das Fleisch ist schwach …“ Im Großen und Ganzen hat es aber geklappt.

Genießen Sie jeden Tag auf der Insel, egal wie das Wetter ist

Was sind Ihre schönsten Erinnerungen an Ihre Kuren bei uns?

Ich kannte die Nordsee gar nicht. Allein die Insel ist ein Highlight! Die ersten Kuren haben wir immer im Herbst oder Frühjahr mitgemacht. Das war immer sehr schön. Aber in der letzten Kur war ich das erste Mal alleine mit nur einem Kind da. Es waren Sommerferien, und es war heiß wie in der Südsee. Das war richtig schön, so hatte ich die Insel noch nicht erlebt. Und ich habe Bekanntschaften in den Kuren geschlossen, die viele Jahre lang gehalten haben. Alle sechs Kuren, auch die mit meinem 2-jährigen Kind, habe ich sehr genossen. Ich bin richtig traurig, dass ich nicht nochmal kommen kann!

Was würden Sie anderen Patientinnen in Bezug auf deren Kur raten?

Sie sollten wirklich offen für alles sein. Man muss keine Freundschaften schließen, wenn man nicht will, man kann auch gut für sich alleine sein. Sie sollten jeden Tag auf dieser Insel genießen, egal, was für ein Wetter ist. Wir sind damals auch im strömenden Regen über die Insel gelaufen! Und sie sollten sich keinen Stress machen, auch nicht mit den Terminen zu ihren Anwendungen. Sie sollten einfach offen sein und alles genießen!

Fünf Schritte zu uns!

Um eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bei uns antreten zu können, brauchen Sie nur fünf Schritte.
Und dann geht’s los mit der aktiven Erholung!