9 Tipps, wie Sie den richtigen Sport für sich finden!

Wie Sie den richtigen Sport für sich finden, scheint manchmal eine Wissenschaft für sich zu sein. Nicht immer gibt es das Angebot, das Sie sich erhoffen. Oder die Trainingsleitung hat keine Qualifikation dafür. Oder die Zeit passt nicht. Damit Sie, motiviert von der Mutter-Kind-Kur, zu Hause nicht gleich wieder aufgeben, haben wir unsere Sporttherapeutin Brinja Terborg nach ihren besten Tipps für Sie gefragt!

Wir alle wissen inzwischen: Sport ist gut für unsere Gesundheit, da wir evolutionsbedingt keine Sitz-, sondern Bewegungstiere sind. Doch dieser Gedanke allein hat wahrscheinlich noch niemanden vom Sofa geholt.

Warum also ist Sport gerade für unsere Patientinnen so wichtig?

Sporttherapeutin Brinja Terborg sieht da vier Faktoren, die in der öffentlichen Gesundheits-Diskussion oft untergehen. Sport ist gerade für unsere Patientinnen so wichtig …

  1. … um zu sich selbst zu finden.
    Viele Menschen haben verlernt, sich mit ihrem eigenen Körper auseinanderzusetzen, ihn und sich selbst wirklich zu spüren, ohne auf die Einflüsterungen des Umfelds und von Social Media zu hören. „Aber wir finden am besten durch Atem und Bewegung zu uns“, sagt Brinja Terborg. „Wir können dann unseren Puls, unseren Herzschlag spüren.“ Und wir bekommen endlich wieder ein Gefühl für unseren Körper.
  2. … als Ausgleich zum Alltäglichen.
    „Wir haben so viele Routinen im Alltag“, sagt Terborg, „und merken oft nicht, wie eingefahren wir sind.“ Denn wir bewegen uns immer gleich und relativ wenig, wir gewöhnen uns schlechte Haltungen an (z. B. vornüber gebeugt mit dem Blick aufs Handy), und wir hetzen wie im Hamsterrad vor uns hin, immer mit dem Blick auf den nächsten Termin. Dafür benötigen wir einen Ausgleich in jeder Hinsicht.
  3. … als Ventil zum Stressabbau.
    „Den ganzen Tag über erleben wir verschiedene Einflüsse und Reize“, sagt Terborg. „Wenn wir den Stress nicht zwischendurch mal abbauen, dann nimmt er bald überhand. Deshalb kann Sport den perfekten Ausgleich zwischen Spannung und Entspannung schaffen.“
  4. … um den Spaßfaktor im Leben hochzuhalten.
    „Finden Sie den richtigen Sport für sich, dann werden Sie erleben, dass Ihnen die Bewegung sehr viel Spaß machen kann. Ob Sie in einer Gruppe Sport machen, alleine oder mit der Familie.“ Aber auch, ob Sie Marathon laufen, ins Fitness-Studio gehen oder nach dem Abendbrot mit der Familie um den Block spazieren, um zu entschleunigen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Das kann auch die Bindung zu den Kindern stärken.

9 Tipps, wie Sie den richtigen Sport für sich finden!

Und hier kommen nun die Tipps von unserer Sporttherapeutin, wie Sie den richtigen Sport für sich finden können.

Tipp 1: Es muss gar kein Sport sein!

Viele denken bei Sport gleich an Triathlon, tägliches Hanteltraining oder Volleyball. Dabei muss Ihr Sport gar nicht so groß sein. Er muss auch nicht leistungsorientiert sein. Sie müssen sich keine großen Ziele setzen. „Das Wichtigste ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen“, sagt Brinja Terborg. Fangen Sie deshalb an mit Dingen, die Ihnen guttun, z. B. mit einer Decke am Boden und zehn oder fünfzehn Minuten Mobilisation der Gelenke und ein paar Streckübungen. Dafür haben wir alle jeden Abend Zeit.

Tipp 2: Sie brauchen keine Sportmontur!

Manche scheitern schon daran, sich die richtigen (teuren) Sportklamotten kaufen zu müssen. Doch „die braucht es gar nicht“, so Terborg. „Wir alle haben doch eine Jogginghose oder Leggings im Schrank und ein Paar Turnschuhe.“ Die reichen für das meiste schon völlig aus!

Tipp 3: Machen Sie sich Ihre Voraussetzungen klar.

  • Überlegen Sie zunächst, ob Sie lieber in einer Gruppe mit Gleichgesinnten oder alleine Sport machen möchten.
  • Sind Sie gerne zeitlich unabhängig? Oder sind Sie der Typ, der einen festen Tag und feste Uhrzeiten benötigt, um dann auch wirklich hinzugehen?
  • Und wie ist es in dieser Zeit mit der Kinderbetreuung? Kann Ihnen jemand den Rücken während Ihrer Sportzeit freihalten?
  • Was geben Ihre Finanzen her: Ist eine Vereinsmitgliedschaft oder das Fitness-Studio möglich, oder ein Volkshochschul- oder Onlinekurs?
  • Und welche Angebote gibt es in Ihrer Nähe, damit Sie nicht noch endlose Fahrzeiten haben? Schauen Sie in die Zeitung, ins Programm der Volkshochschule und auf die Websites der lokalen Sportvereine. Fragen Sie andere Eltern, was die machen. Und lassen Sie sich auf den Sportfesten in Ihrer Gegend inspirieren.

Tipp 4: Wählen Sie, was Ihnen Spaß macht.

„Die Zeiten, wo wir dachten ‚Sport ist Mord‘, sind lange vorbei“, sagt Brinja Terborg. „Sport sollte Spaß machen!“ Bringt Ihnen z. B. etwas mit Musik mehr Spaß als ohne, dann schauen Sie, welche Angebote es mit Musik gibt. Denn der Spaß ist ein wichtiger Faktor dabei, auch wirklich am Sport dranzubleiben. Auch dann, wenn die Familie zu Hause Sie vermisst.

Tipp 5: Wählen Sie den passenden Ausgleich zur Arbeit.

Sitzen Sie viel bei der Arbeit, dann wäre Rudern oder Hanteltraining im Sitzen vielleicht nicht so ideal. Suchen Sie sich also einen Sport aus, der auch die anderen Teile Ihres Körpers in Schwung bringen kann.

Tipp 6: Fangen Sie klein an.

Haben Sie sehr lange keinen Sport mehr gemacht, sind Sie damit nicht alleine. Und Sie müssen auch gar nicht von Null auf Hundert springen, also vom Sofa sofort zum Marathonlauf oder Stabhochsprung. Fangen Sie klein an! Haben Sie sich unsere Übungen während der Kur bereits aufs Handy geladen, fangen Sie damit an. Haben Sie diese nicht, dann beginnen Sie z. B. mit abendlichen Spaziergängen mit der Familie oder damit, dass Sie eine Station früher aus der S-Bahn aussteigen und den Rest laufen. Fangen Sie mit etwas an, das Ihnen das Gefühl gibt, dass Sie sich gerade etwas Gutes getan haben. Und involvieren Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin oder auch Ihre Kinder, indem Sie z. B. gemeinsame Übungen machen. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht gleich überfordern. Dann wird es nicht lange dauern, bis Ihr Körper sich umgewöhnt hat, sich auf die Bewegung freut und Ihnen zum Dank einen großen Sack Glückshormone ausschüttet.

Tipp 7: Beachten Sie Ihre Regenerationszeit.

Haben Sie erst einmal Spaß an dem richtigen Sport gefunden, möchten Sie vielleicht immer mehr davon. Achten Sie aber immer auf Ihre Regenerationszeit. Pausieren Sie ein, zwei Tage nach einem Sporttag. „Sport soll immer auch Entspannung bringen“, sagt Brinja Terborg. „Denn nur dann haben Sie anschließend wieder Energie für ihre Familie, Ihren Job und Ihre Hobbys.“

Tipp 8: Integrieren Sie Sport wie Zähneputzen.

Wir alle haben Routinen, über die wir gar nicht mehr nachdenken. Wir stehen auf, duschen, putzen die Zähne, ziehen uns an, machen Frühstück, essen usw. „Genauso sollte Sport sein: Eine ganz normale Routine, für die wir uns nicht entschuldigen müssen“, sagt Terborg. „Denn Sport ist nicht Egoismus, sondern er ist ein wichtiger Faktor für die eigene körperliche und mentale Gesundheit. Das kommt ja auch der Familie zugute!“ Tragen Sie sich deshalb auch Ihre Sporttermine genauso in den Kalender ein wie die Termine für die anderen Familienmitglieder. Und lassen Sie sich von Ihrem Handy immer frühzeitig daran erinnern.

Tipp 9: Freunden Sie sich mit Ihren inneren Schweinehund an.

Manchmal muckt er trotzdem noch auf, der innere Schweinehund, selbst wenn der Sport wirklich Spaß macht. Schauen Sie deshalb, ob Sie sich mit ihm anfreunden können, z. B. indem Sie morgens schon Ihre Sporttasche ins Auto legen. Weitere Tipps, wie Sie diesen Hund vom Sofa bekommen, finden Sie hier: „Selbstmotivation nach der Kur: Wie können Sie im Alltag den inneren Schweinehund überwinden?

Der richtige Sport kann Ihre Lebensqualität erhöhen!

Ob Sie in der Mittagspause Mobilisations- und Entspannungsübungen machen, mit der Familie einen Abend- oder Sonntagsspaziergang machen, ins Fitness-Studio gehen oder sich tatsächlich auf einen Marathon vorbereiten: Der richtige Sport kann Ihre Lebensqualität erhöhen. Er kann Spaß in Ihren Alltag bringen. Er kann Ihnen Energie geben, was Ihrer Familie und Ihrem Job zugute kommt. Er kann die Bindung zu ihrer Familie stärken, wenn Sie z. B. gemeinsam Sport machen. Und er kann Ihre körperliche und mentale Gesundheit verbessern, was sich wiederum auf Ihr gesamtes Leben auswirken kann.

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Selbstmotivation nach der Kur: Wie können Sie im Alltag den inneren Schweinehund überwinden?

Während der Kur erschien alles noch so leicht: die guten Vorsätze für mehr Bewegung, gesünderes Kochen, Abnehmen usw. Zu Hause aber hat Sie der Alltag sehr schnell eingeholt. Und Sie können sich vielleicht nicht mehr so gut motivieren wie noch in der Kur. Wie können Sie nun den inneren Schweinehund überwinden?

Um das zu erklären, müssen wir uns erst einmal ansehen, warum wir uns zu Hause nicht mehr so gut motivieren können.

Warum können Sie sich während der Kur viel leichter motivieren als zu Hause?

„In der Kur kommen die Patientinnen raus aus ihrer Routine, aus ihren normalen Denk- und Verhaltensweisen“, sagt die Psychologin Inga Schulze, Leiterin des psychologisch-pädagogischen Teams der AOK-Nordseeklinik. „Da sind sie viel offener für Inspirationen als im Alltagsstress.“

Dieser Stress sorgt nämlich dafür, dass wir nicht so offen sind für Neues. Wir wissen ungefähr, was genau nicht so gut läuft, aber wir wissen oft nicht, wo die Ursache dafür liegt. Und schon gar nicht, was wir daran ändern können.

„Im Alltag laufen wir über den immer gleichen Trampelpfad“, sagt Schulze. „Das hat auch gute Gründe. Unter anderem ist es weniger anstrengend als neue Wege zu gehen.“ Wir sparen also Ressourcen dabei.

Viele wissen nicht, was genau sie wirklich möchten

Doch die freien Ressourcen können wir zu Hause (noch) nicht zu unserem Vorteil nutzen. Denn, so Schulze, „viele unserer Patientinnen realisieren nicht, was für sie richtig ist. Sie orientieren sich an anderen, an Influencerinnen zum Beispiel. Aber sie haben kein Gefühl dafür, ob diese Dinge für sie selbst einen Sinn ergeben. Und sie wissen gar nicht, was genau sie wirklich möchten.“

Auf diese Dinge aber können Sie sich als Patientin oder Patient während Ihrer Kur konzentrieren. Hier lernen Sie, zur Ruhe zu kommen, in sich hineinzuhorchen und zu spüren, was Ihr Körper und Ihre Psyche brauchen. Dazu bekommen Sie jede Menge fachliche Tipps von unserem erfahrenen Klinikteam. Und Sie haben viele Menschen um sich herum, denen es so ähnlich geht wie Ihnen. Deren Interesse und Begeisterung kann Sie mitziehen.

Motivation, Können und Funke

Zu Hause aber kommen Ihnen drei besonders wichtige Faktoren durch den Alltagsstress leicht wieder abhanden: Motivation, Können und Funke. Diese drei Begriffe stammen aus der Verhaltenstherapie. Was bedeuten sie?

Motivation: Wenn wir vergessen, uns den Vorteil dessen, was wir vorhaben, vor Augen zu halten, dann können wir uns nicht motivieren.

Können: Wenn wir keine glasklare Idee haben, wie wir das Vorhaben umsetzen können, dann ist es weniger wahrscheinlich, dass wir es umsetzen.

Funke: Wir brauchen immer einen Anlass, einen Funken, der uns anregt, das Vorhaben umzusetzen. Der uns so positiv antriggert, dass wir Lust dazu bekommen.

Sie wundern sich vielleicht, dass hier nichts von Disziplin steht. Disziplin, sagt Inga Schulze, kann zwar helfen, aber sie macht den meisten Menschen eher noch mehr Druck und Stress. Viel hilfreicher ist es, sich mit den drei Faktoren Motivation, Können und Funke Lust auf die neue Verhaltensweise und das angestrebte Ziel zu machen.

Breiter Strand von Norddorf, in der Mitte ein Bohlenweg, gesäumt von Flaggen, links einige Strandkörbe

Wie können Sie sich zu Hause motivieren und Ihren inneren Schweinehund überwinden?

Hier sind einige Tipps vom Team der AOK-Nordseeklinik:

1. Machen Sie einen Schritt nach dem anderen.

„Es ist immer eine gute Strategie, nicht zu große Hüpfer zu machen“, sagt Inga Schulze. Selbst wenn es ein kleiner Schritt nach vorne ist, ist es immer noch ein Schritt nach vorne. Und ein kleiner Schritt ist meistens deutlich leichter zu schaffen als ein großer. Fangen Sie einfach jeden Tag mit einem kleinen Schritt neu an.

2. Beachten Sie Ihre Wortwahl.

Sagen Sie sich nicht: „Ich muss jetzt joggen gehen.“ Das Wörtchen „muss“ kann schon den inneren Schweinehund aufwecken. Fragen Sie sich stattdessen: „Will ich joggen gehen?“ Die Antwort wird häufig „eigentlich ja“ lauten. Und schon das kann beim Schweinehund wie ein „Mach Sitz!“ wirken, sodass die Schritte zur Haustür schon viel leichter fallen können.

Sprechen Sie auch freundlich oder liebevoll mit sich selbst. Macht der Schweinehund einfach kein „Sitz“, dann nützt es Ihrer Motivation nichts, wenn Sie verärgert mit sich selbst sprechen. Sagen Sie sich: „Na, meine Liebe, das hat wohl nicht so gut geklappt.“ Wenn Sie mögen, lachen Sie darüber. Und motivieren Sie sich mit: „Ich versuche es in einer Viertelstunde/heute Abend/morgen nochmal.“

3. Treffen Sie die Entscheidung im Vorfeld.

Entscheiden Sie schon vorab, wann genau Sie welche Lebensstiländerung durchführen wollen. Erstellen Sie einen Familienplaner, in den Sie neben allen Stundenplänen und Aufgaben der Familienmitglieder auch feste Termine für sich selbst eintragen.

Oder, wenn Ihnen die Entscheidung allzu schwer fällt, werfen Sie eine Münze. Die nimmt Ihnen dann die Entscheidung ab. Und vielleicht spornt selbst die falsche Seite der Münze Sie an, doch Ihrem Plan zu folgen.

4. Stellen Sie es sich positiv vor.

Werden Sie sich darüber klar, warum Sie dieses neue Verhalten in Ihren Alltag einbauen wollen. Fragen Sie sich: „Gefällt mir die Vorstellung, dass ich sportlich bin/gesund koche/einen weniger schmerzenden Rücken habe?“

Im zweiten Schritt fragen Sie sich: „Was gefällt mir am Joggen/an Brokkoli/den Rückenübungen?“ Fällt Ihnen nichts ein, dann überlegen Sie, was Ihnen stattdessen gefallen könnte, vielleicht Tanzen/Spitzkohl/Schwimmen? Auch passende Alternativen zu finden, die Ihnen mehr liegen, kann Ihre Motivation pushen.

5. Reden Sie mit Ihrem inneren Schweinehund.

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und Stifte, und malen Sie sich Ihren inneren Schweinehund einmal auf. Und dann treten Sie mit ihm in ein Zwiegespräch. Denn haben Sie ihn erst bildlich vor sich, kann es Ihnen leichter fallen, ihn zu überwinden.

6. Lassen Sie sich erinnern.

Notieren Sie sich Ihre Termine im Kalender Ihres Handys. Und dann wählen Sie einen schönen oder lustigen Klingelton für diese Termine. Es sollte ein anderer Klingelton sein als für andere Aufgaben. Lassen Sie sich auf diese Weise regelmäßig erinnern.

7. Suchen Sie sich Gruppen.

In Vereinen, privaten Gruppen oder der Volkshochschule gibt es viele Möglichkeiten, sich motivieren zu lassen. Das kann ein Sportverein sein, eine Lauf- oder Kochgruppe oder ein QiGong- oder Meditations-Kurs. Denn es kann Ihnen leichter fallen, ein neues Vorhaben umzusetzen, wenn Sie es mit anderen zusammen machen.

8. Umgeben Sie sich mit wertschätzenden Menschen.

Machen Sie Ihren Erfolg nicht an Model-Maßen, Influencerinnen und ungesunden Rollenbildern fest. Denn, so Inga Schulze: „Häufig wollen wir ein Verhalten nur ändern, um anerkannt zu werden, aber nicht, um uns in unserer Haut wirklich wohlzufühlen und gesund zu bleiben.“ Umgeben Sie sich daher mit wertschätzenden Menschen, die Sie auf dem Weg zu einem gesünderen, fitteren und zufriedeneren Leben unterstützend begleiten.

9. Schreiben Sie (noch) einen Brief an sich selbst.

Sie haben schon während der Kur einen Brief an sich selbst geschrieben, den wir Ihnen nach der Kur zuschicken werden oder schon zugeschickt haben. Machen Sie solche Briefe zu einem regelmäßigen Check-In mit sich selbst. Schreiben Sie sich alle sechs oder zwölf Monate einen solchen Brief. Stecken Sie ihn in einen Umschlag und legen Sie ihn in die Schublade. Lassen Sie sich dann von Ihrem Handykalender in sechs Monaten an diesen Brief erinnern. Führen Sie das so lange fort, wie es Ihnen hilft.

10. Haben Sie Geduld mit sich.

Es heißt oft, neue Gewohnheiten hätten sich nach 21 Tagen etabliert. Wer danach das neue Verhalten wieder schleifen lässt, fühlt sich natürlich total schlecht. Dabei stimmt das mit den 21 Tagen gar nicht! In einer Meta-Studie der Universität South Australia von 2025 haben Forschende herausgefunden, dass sich neue Gewohnheiten durchschnittlich nach zwei Monaten, oft sogar erst nach einem Jahr etablieren! Haben Sie also Geduld mit sich, und bleiben Sie dran.

11. Gehen Sie liebevoll mit sich um.

Wir haben so viel Druck und Stress in unserem Leben, dass wir oft zu ungutem oder sogar selbstzerstörerischem Handeln neigen. Wenn wir dann auch noch hart mit uns selbst umgehen, sagt Inga Schulze, wenn wir etwas an uns radikal ablehnen und uns selbst sozusagen draußen in der Kälte stehenlassen, dann verlieren wir uns selbst. Und die Motivation, etwas zu ändern, gleich mit. Sie sind gut so, wie Sie sind. Sie haben es verdient, dass Sie leicht und liebevoll mit sich selbst umgehen. Und mit diesem Umgang kann Ihnen die Motivation viel leichter fallen!

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps helfen, Ihren inneren Schweinehund zu überwinden und neue Motivation nach Ihrer Kur bei uns zu finden!

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Gesunde Ernährung: Acht Tipps, wie Sie sie in Ihren stressigen Alltag integrieren können!

Gesunde Ernährung ist wichtig. Doch ist unser Alltag so stressig wie nie. Neben Arbeit, Kindern, Beziehung und Pflege der Eltern ist es viel zu oft wesentlich leichter, die Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben als selbst etwas zu kochen. Und die Gesundheit bleibt auf der Strecke. Doch mit unseren acht Tipps können Sie trotz allem eine gesunde Ernährung in Ihren Alltag integrieren.

„Unsere Patientinnen und Patienten wissen meist sehr genau, wenn ihre Ernährung nicht sehr gesund ist“, sagt Claudia Böge, unsere Ernährungsberaterin in der AOK-Nordseeklinik. „Was sie aber nicht wissen, ist zum einen, welche Ernährungsweise aus dem riesigen Angebot für sie die beste wäre. Zum anderen ist ihr Alltag so vollgepackt, dass sie gar nicht wissen, wie sie da noch die Zeit finden sollen, um für sich und die Familie gesünder zu kochen.“

Aber was heißt „gesunde Ernährung“ überhaupt?

Es gibt ja zahlreiche Ernährungsweisen, die derzeit abwechselnd im Trend liegen: Keto, Rohkost, Clean Eating, Paleo, Intervallfasten, Ayurveda und wie sie sonst noch alle heißen. In diesem Dschungel ist es wirklich schwer, sich zurechtzufinden. Denn irgendwie logisch und halbwegs gesund klingen sie ja fast alle.

Und dann probiert man eine nach der anderen aus, aber nichts hilft wirklich dauerhaft, wie bei Diäten. Vor allem schmeckt den Kindern vieles davon nicht. Oder sie haben nach einer euphorischen Anfangsphase keine Lust mehr darauf und wollen wieder ihre Fischstäbchen, Nudeln und Pommes zurückhaben. Aber doppelt kochen – für die Kinder das eine, für sich selbst das andere – wie soll das gehen?

Claudia Böge rät den Familien während der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur immer:

„Nehmen Sie den ganzen Stress einmal aus der Ernährung heraus. Schauen Sie sich die Basis jeder guten Ernährung an: Die besteht aus der richtigen Verteilung von Lebensmitteln am Tag.“

Wie sie am besten verteilt werden, zeigt die sogenannte „Ernährungspyramide“. Das Bundeszentrum für Ernährung erklärt damit auf leicht verständliche Weise, welche Art von Lebensmitteln in welcher Menge für eine gesunde Ernährung nötig sind. Die größten Mengen machen da ungesüßte Getränke, Obst und Gemüse aus. Dann folgen Getreide, dann tierische Produkte (Fisch, Fleisch, Milchprodukte) und schließlich Fette und in sehr geringen Mengen Süßes und Alkohol. Eine Broschüre dazu können Sie sich direkt beim Bundeszentrum herunterladen.

„Gesund heißt nicht, jedem Trend zu folgen“, sagt Böge. „Die aktuelle grundsätzliche Verteufelung von Weizen halte ich zum Beispiel für falsch.“ Gesund heiße vielmehr, sich täglich aus jedem Bereich der Ernährungspyramide zu bedienen:

„Damit decken wir alles ab, was wir für unsere Gesundheit aus Ernährungssicht benötigen, alle Vitamine, Minerale und Ballaststoffe. Allerdings ist dabei das Mengenverhältnis ganz entscheidend!“

So staunen unsere Patientinnen und Patienten oft nicht schlecht, wenn sie erfahren, dass die Wurst auf dem Frühstücksbrot schon die komplette Fleischportion für den Tag gewesen sein kann!

Und was ist schlechte Ernährung?

Ein wichtiger Gradmesser für schlechte Ernährung ist Zucker. „Mehr als acht Würfel Zucker am Tag sind ungesund“, sagt Claudia Böge. „Und man glaubt gar nicht, wie schnell die erreicht sind. Denn ein normaler Becher Fruchtjoghurt beinhaltet oft bereits diese acht Würfel Zucker! Aber auch Brot und Wurst enthalten Zucker.“ Fertigprodukten wie Tiefkühlpizza, und dann natürlich Marmeladen, Schokoaufstrichen oder Schokoriegeln wird ebenfalls Zucker zugesetzt.

Das Problem ist, so Böge: „Wir wissen nie, wie viel Zucker dort enthalten ist, weil die Hersteller die Mengen nicht angeben müssen.“ Ein Gradmesser ist allerdings die Platzierung der Zutat Zucker. Je weiter vorne Zucker in der Auflistung der Zutaten steht, desto mehr Zucker ist in dem Nahrungsmittel enthalten.

Wie können Sie eine gesunde Ernährung in den stressigen Alltag integrieren?

„Unsere Patientinnen sind schon sehr gut informiert über gesunde und ungesunde Ernährung“, sagt unsere Ernährungsberaterin. „Schwierig wird es für sie vor allem aus zwei Gründen: Zum einen, erzählen sie, stehen sie immer unter Zeitdruck: Ihnen bleibe oft zu wenig Zeit zum Kochen. Zum anderen würden ihre Kinder beispielsweise nur Pommes oder Nudeln essen wollen.“

Während der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur in der AOK-Nordseeklinik findet Claudia Böge mit jeder Patientin, jedem Patienten in persönlichen Gesprächen eine individuelle Lösung. Doch was ist der eigentliche „Trick“ dahinter, es trotz all der beruflichen und familiären Arbeit es dennoch hinzubekommen, die Familie gesund zu ernähren? Hier sind acht Schritte, mit denen es gelingen kann:

1. Die Ernährungsgewohnheiten der Familie überprüfen

Die Devise ist oft: Es muss schnell gehen, und es muss satt machen. Doch schleicht sich dadurch eine Mangelernährung ein, die sich irgendwann in Übergewicht und Krankheitssymptomen zeigt. „Deshalb sollten Sie mit einer Selbstbeobachtung anfangen. Sich kritisch hinterfragen: Was esse ich überhaupt? Und wie viel davon esse ich?“, sagt die Ernährungsberaterin. Das gleiche können Sie für die anderen Familienmitglieder im Haushalt tun. Denn oft essen wir nach Gewohnheit, ohne groß darüber nachzudenken. Schreiben Sie sich dagegen einmal auf, was Sie alle die Woche über tatsächlich essen, werden Ihnen die Muster dahinter oft schon sehr deutlich.

2. Kleine Schritte zur Veränderung überlegen

Natürlich können Sie Ihre Ernährung von jetzt auf sofort nicht komplett auf den Kopf stellen. Das würde wahrscheinlich keine drei Tage gut gehen. Wenn Sie sich aber kleine Ziele setzen, so Claudia Böge, können Sie damit schon sehr viel erreichen.

Schauen Sie sich also Ihre bisherigen Essgewohnheiten an und überlegen Sie:

  • Benötige ich das unbedingt?
  • Könnte ich das schon mal durch etwas Gesünderes ersetzen?
  • Brauche ich diesen Schokoriegel wirklich oder könnte ich diesen einen durch frisches Obst ersetzen? Und später dann vielleicht mehrere?
  • Müssen es immer weiße Nudeln oder weißer Reis sein?
  • Könnten es nicht auch einmal Vollkornnudeln oder Vollkornreis sein?
  • Oder eine andere Getreideart wie Quinoa oder Hirse?
  • Oder könnte ich bei bestimmten Mahlzeiten vielleicht ein paar Nüsse und hinzufügen?
  • Oder eine Pizza am Wochenende mit der ganzen Familie zusammen selbst backen, statt sie nur aus dem Gefrierschrank in den Backofen zu schieben?
  • Muss es wirklich der gesüßte Softdrink sein oder könnte ich ihn durch einen frisch aufgebrühten Früchtetee oder einen Smoothie ersetzen?

Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass Sie für Ihre Kinder ein Vorbild sind. Claudia Böge meint:

„Esse ich selbst immer nur Weißbrot oder Croissants zum Frühstück, kann ich den Kindern natürlich nicht vorleben, dass Vollkornbrot gesünder ist.“

Die Ernährungsumstellung in kleinen Schritten kann also am besten gemeinsam funktionieren.

3. Der wöchentliche Speiseplan

„Dann geht es weiter mit einer vernünftigen Speiseplanung“, sagt Böge. „Versammeln Sie einmal pro Woche die Familie um den Tisch und überlegen Sie gemeinsam, was und wie Sie in der nächsten Woche essen möchten.“ Für diese Planung ist die Ernährungspyramide natürlich hilfreich, denn dort können Sie direkt abgleichen, ob Sie über den Tag verteilt ausreichend Lebensmittel aus jeder Stufe der Pyramide dabei haben. Und Sie können gleich die Überlegungen aus Schritt 2 umsetzen.

Seien Sie dabei ruhig experimentierfreudig. Haben Sie (noch) keine Kochbücher, hält das Internet unzählige Rezepte vor. Und auf YouTube gibt es zahllose Videos zur Zubereitung. Nicht alles wird am Ende allen sehr gut schmecken, das ist klar. Aber Sie können auf diese Weise viel Neues kennenlernen und vielleicht ein paar neue, gesündere Lieblingsrezepte finden (oder sogar selbst entwickeln).

4. Der wöchentliche Einkaufsplan

Hat die Familie den Speiseplan für die Woche erstellt, geht es an die Einkaufsplanung. „Viele gehen nach der Arbeit noch schnell einkaufen“, sagt Böge. „Aber das kostet meistens eine gute halbe Stunde jeden Tag oder mehr. Diese Zeit fehlt natürlich fürs Zubereiten der Mahlzeiten.“ Daher schlägt sie vor, den Einkauf einmal pro Woche zu machen. „Denn für den einmaligen Einkauf in der Woche brauchen Sie sehr viel weniger Zeit als fürs tägliche Einkaufen. Und die Zeit, die Sie dadurch jeden Tag früher zu Hause sind, können Sie jetzt zum Kochen nutzen.“

So verlockend einfach tiefgekühlte Fertiggerichte erscheinen, haben sie doch meist zu wenige Gemüsebestandteile, viele Zusatzstoffe, und manchmal ist nicht einmal mehr richtiger Käse auf der Pizza. Die Bestandteile sind außerdem oft so unverständlich deklariert, dass Sie wahrscheinlich gar keine informierte Entscheidung treffen können. Achten Sie deshalb darauf, möglichst frisches Gemüse und Obst zu kaufen.

5. Das Kochen

Da Sie den Einkauf nun nur noch einmal pro Woche machen, haben Sie jetzt jeden Tag eine halbe oder ganze Stunde mehr Zeit zum Kochen. Wenn Sie noch nie „richtig“ kochen gelernt haben, machen Sie einmal einen Kochkurs mit. Vielleicht bietet Ihre Krankenkasse so etwas an, oder Sie werden in Ihrer lokalen Volkshochschule oder einem Verein fündig.

Kochen Sie maximal zwei bis drei Tage mit Fleisch, zwei bis drei Tage mit Fisch und die restlichen Tage rein vegetarisch. Sie können auch auf Vorrat kochen: Das heißt, Sie kochen nur einmal, aber das Essen reicht für zwei Tage. Zum Beispiel eine Suppe oder einen Auflauf. Auch dadurch können Sie prima Zeit sparen.

6. Die gute Vorratshaltung

Nicht jede und jeder hat zu Hause eine große Speisekammer. Dennoch können Sie auch in der kleinsten Küche eine gute Vorratshaltung anlegen. Achten Sie dabei darauf, möglichst vollwertige Lebensmittel vorzuhalten. Das heißt: keine Fertigerzeugnisse, außer tiefgefrorenem Naturgemüse und Obst (ohne zugesetzten Zucker).

Wählen Sie Getreide in Naturform oder geschrotet für Ihre Vorräte, z. B. Bulgur statt Couscous. Und besser ein gröberes Vollkornmehl als ganz fein gemahlenes weißes Mehl. Haben Sie immer Nüsse, Mandeln und gute Öle zu Hause. Und kaufen Sie vegetarische Brotaufstriche nicht fertig, sondern machen Sie sie selbst.

7. Die wöchentliche Rückschau

Ist die Woche um, schauen Sie gemeinsam zurück: Was hat gut funktioniert, was hat nicht gut funktioniert? Und dann überlegen Sie, was Sie in der kommenden Woche anders machen könnten. Welche Rezepte bei allen gut angekommen sind und welche nicht. Welches Obst und Gemüse jetzt Saison hat und regional erhältlich ist. Welche Vorräte Sie aufstocken sollten.

Beobachten Sie all das eine Zeitlang und reflektieren Sie regelmäßig, wie alles gelaufen ist.

8. So können Sie die gesunde Ernährung durchhalten

Wenn der anfängliche Eifer und die Freude an den neuen Essensplänen abgeklungen sind, fällt es vielen schwer, die neue Routine weiter durchzuhalten. Das gilt für den Sport, den wir uns zu Neujahr vornehmen, genauso wie für die gesunde Ernährung. Claudia Böge kennt das, und sie weiß:

„Das geht nur mit Geduld, mit Dranbleiben, mit Selbstreflektion und mit kleinen Schritten.“

Acht Tipps unserer Ernährungsberaterin zum Durchhalten der gesunden Ernährung

  • Anstatt gleich alles komplett zu verändern, fangen Sie mit kleinen, erreichbaren Zielen an und steigern Sie sich langsam.
  • Schnippeln Sie an einem Tag schon mal für den nächsten Tag etwas vor.
  • Die Rohkost für die Kinder können Sie mit den Kindern zusammen schneiden.
  • Spannen Sie die ganze Familie in die Planung und das Kochen mit ein, auch Ihren Partner/Ihre Partnerin.
  • Verteilen Sie die Aufgaben fair auf alle, je nach Alter, Kraft und Zeit. Ein in Vollzeit arbeitender Partner kann z. B. am Wochenende den Einkauf erledigen und die schweren Dinge tragen. Er oder eins der älteren Kinder kann auch die Spülmaschine ein- und ausräumen. Das müssen Sie nicht alles selbst tun!
  • Und geben Sie nicht gleich auf, wenn etwas nicht gelingt, die Kinder das Essen nicht mögen, oder Sie mal einen Tiefkühlpizza- oder Weißbrot-Rückfall hatten. Wir alle machen mal Fehler, wir alle sind auch mal schwach. Aber um Ihrer Gesundheit und der Ihrer Kinder willen bleiben Sie trotzdem immer wieder dran. Gesunde Ernährung ist gar nicht so schwer, und sie schmeckt – das werden Sie schon nach kurzer Zeit bemerken – in der Regel sehr viel leckerer als Fertigkost aus der Supermarkt-Tiefkühltruhe. Und Sie werden sich um ein Vielfaches gesünder und fitter fühlen, wenn Sie sich gesund ernähren.
  • Sie schaffen das!

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Kurziele in der Mutter-Kind-Kur: Warum ist es wichtig, dass Sie sich welche setzen?

Kurziele in der Mutter-Kind-Kur und Vater-Kind-Kur sind ein elementarer Bestandteil Ihrer Kur. Und es ist wichtig, dass Sie sich schon vor Ihrer Kur über Ihre Kurziele klarwerden. Warum ist das so? Und wofür brauchen Sie diese Ziele überhaupt?

Wenn Sie eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur beantragen, dann haben Sie dafür gewichtige Gründe. Ob Sie völlig erschöpft sind, übergewichtig, Rückenschmerzen haben oder aus anderen Gründen: Eine Kur sollte Ihnen bei diesen Problemen helfen. Sie sollte Ihnen gut tun und Sie dabei unterstützen, wieder auf den richtigen Weg zu einem gesünderen und zufriedeneren Leben zu finden. Damit das aber auch wirklich klappt, sollten Sie sich unbedingt Kurziele setzen.

Die sechs wichtigsten Gründe für Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur

Immer wieder fragen uns Patientinnen und Patienten, warum sie sich in der Mutter- oder Vater-Kind-Kur Kurziele setzen sollten. Hier sind die sechs wichtigsten Gründe dafür:

  1. Wir benötigen Ihre Mithilfe
    Wir als Kurklinik benötigen unbedingt Ihre Mithilfe während Ihrer Kurmaßnahme. Denn alleine können wir Ihre Probleme nicht lösen. Wir müssen wissen, wo Ihre persönlichen Ziele liegen, damit wir beurteilen können, welche Lebensstilintervention (LINK) Sie benötigen. Und welche Anwendungen, Seminare, Gespräche und Aktivitäten dabei besonders hilfreich für Sie wären. Nur so können Sie mit unserer Hilfe hier an der Nordsee einen Grundstein dafür legen, dass Sie auch Ihre langfristigen Ziele in der Gesundheitsvorsorge und Gesundheitskompetenz (LINK) erreichen. Eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bei uns ist also kein „Nordsee-Urlaub“, sondern wir benötigen Ihre volle Aufmerksamkeit und aktive Mitarbeit, damit wir gemeinsam mit Ihnen etwas bewirken können.
  2. Eine aktive Auseinandersetzung kann mehr Klarheit bringen
    Um etwas bewirken zu können, sollten Sie sich schon vor Beginn Ihrer Kurmaßnahme mit den Dingen auseinandersetzen, die Ihr Leben aus der Balance gebracht haben oder immer noch bringen. Und damit, wie Sie das ändern könnten. Das fällt vielen unserer Patientinnen und Patienten gar nicht so leicht. Denn sie, insbesondere die Mütter, sind häufig diejenigen, die nur für andere da sind und sich selbst immer zurückstellen. Eine aktive Auseinandersetzung mit ihren eigenen Problemen vor Ihrer Kur aber kann Ihnen helfen, mehr Klarheit zu gewinnen und bereits einige Ihrer nicht ganz so hilfreichen Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen.
  3. Sie übernehmen die Verantwortung für sich
    Mit diesen Überlegungen rund um Ihre Kurziele geben Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit, Ihre Energie und Ihre seelische Balance nicht an andere (uns) ab. Sondern Sie machen damit den ersten wichtigen Schritt zu einer erfolgreichen Lebensstilintervention: Sie übernehmen selbst die Verantwortung für sich und Ihr Wohlergehen.
  4. Sie nutzen Ihre 500 Stunden so gut wie möglich
    Und gerade das ist ungemein wichtig, damit Sie wirklich das Beste aus Ihrer Kur machen können. Wir können Ihnen „nur“ vielfach erprobte Tipps geben, Ihnen zeigen, wie Sie sie umsetzen können und Sie 500 Stunden lang auf Ihrem Weg begleiten. Doch die Verantwortung darüber, wie sehr Sie sich auf die Kur und unsere Vorschläge einlassen, wie aktiv Sie selbst an Ihrer Gesundheit mitarbeiten – die können natürlich nur Sie selbst tragen. Und das wird erheblich einfacher, wenn Sie sich schon im Vorfeld Ihrer Kur klarmachen, an genau welchen Dingen Sie arbeiten wollen, wo Sie unsere Unterstützung am meisten benötigen und wie Sie Ihre Zeit in der AOK-Nordseeklinik am besten nutzen wollen.
  5. Die Kurziele sind ein wichter Schritt für Ihr weiteres Leben
    Wenn Sie diese Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur richtig gesetzt haben und aktiv während Ihrer Kurmaßnahme darauf hinarbeiten, sie zu erreichen, dann sind Sie auch bereit dafür, die nächsten Schritte auf das große Ziel zuzugehen: ein gesünderes, zufriedeneres Leben für sich und Ihr(e) Kind(er) gestalten zu können. Bessere Entscheidungen treffen zu können, was Ihre körperliche und seelische Gesundheit und die Ihrer Kinder angeht. Und nicht mehr nur funktionieren zu müssen, sondern das Leben und all seine kleinen Kostbarkeiten (wieder) mehr genießen zu können.
  6. Diesen Kurzielen können weitere Meilensteine zur Gesundheit folgen
    Das Erreichen Ihrer Kurziele während Ihrer Kurmaßname kann ein ganz wichtiger Schritt für Sie sein. Denn es ist gar nicht so leicht, sich diese Ziele überhaupt zu setzen und sie dann auch noch zu erreichen. Wenn Sie es aber schaffen, haben Sie schon einen ersten großen Meilenstein auf Ihrem Weg erreicht! Dem dann hoffentlich noch viele weitere folgen werden.

Welche Kurziele könnten Sie sich für Ihre Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur setzen?

Was könnten nun diese Kurziele sein, die Sie sich setzen? Das hängt zum einen von Ihren Indikationen ab. Sind Sie in erster Linie sehr erschöpft, werden Sie wahrscheinlich andere Ziele haben als eine Patientin, die hauptsächlich abnehmen will oder chronische Rückenschmerzen hat.

Kurziele in der Mutter-Kind-Kur: Warum ist es wichtig, dass Sie sich welche setzen? (Im Bild ein winterlicher Blick durch die Amrumer Dünen auf den riesigen Kniepsand, das Meer bis hin zur Nachbarinsel Sylt, darüber blauer Himmel)

Übergeordnete Kurziele

Fangen wir einmal mit übergeordneten Kurzielen an. Das könnten Ziele wie diese sein:

  • gesundheitliche Beschwerden zu lindern,
  • Körper und Seele wieder in die Balance zu bringen,
  • krankmachende und energieraubende Faktoren in Ihrem Leben frühzeitig erkennen zu können,
  • gesündere Verhaltensweisen kennenzulernen,
  • selbstbestimmter mit der eigenen Gesundheit umgehen zu können,
  • Energie zu tanken oder auch
  • Motivation und Inspirationen für Ihren weiteren Weg zu bekommen.

Vielleicht fallen Ihnen noch ganz andere übergeordnete Ziele für sich ein?

Genauere Kurziele

Dann können Sie sich auch noch einmal genauere Kurziele überlegen, die noch gezielter auf Ihre persönliche Situation passen. Das könnten Ziele sein wie diese:

  • über die eigenen Grenzen klarwerden und sie konsequent setzen können,
  • erfahren, wie eine gesunde Ernährung im Familienalltag aussehen und umgesetzt werden kann,
  • größere Mobilität und Schmerzfreiheit des Rückens erlangen und machbare Übungen für zu Hause erlernen,
  • eine engere Bindung zu Ihrem Kind/Ihren Kindern bekommen,
  • starke Gefühlsschwankungen auffangen und mehr Ausgeglichenheit erlangen,
  • einen besseren Umgang mit chronischen Schmerzen lernen,
  • ein paar erste Kilos abnehmen,
  • den inneren Schweinehund überwinden lernen und langfristig mehr bewegen,
  • die Lebensqualität steigern oder auch
  • Wege für eine bessere Balance zwischen den vielfältigen Anforderungen des Alltags (Kinder, Familie, Pflege von Angehörigen, Arbeit usw.) und den eigenen Bedürfnissen lernen.

4 Tipps für Ihre Kurziele in der Mutter-Kind-Kur

Wenn Sie nun überlegen, welche Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur für Sie wichtig sind, dann geben wir Ihnen noch ein paar Tipps dafür mit:

  • Nehmen Sie sich Zeit dafür. Sie sind es als Mutter oder Vater vielleicht gewöhnt, die eigenen Probleme zurückzustellen, weil die der anderen immer vordringlicher zu sein scheinen. Halten Sie also auch mal inne, schalten Sie Handy und Fernseher aus, setzen Sie sich in den nächstgelegenen Park und überlegen Sie ganz in Ruhe, welche Kurziele für Sie die wichtigsten sind.
  • Horchen Sie dafür tief in sich hinein. Nicht immer ist das offensichtlichste Problem auch das, was Sie in der Kur angehen sollten. Denn die offensichtlichen Probleme können manchmal Symptome für etwas ganz anderes sein. Und im Stress des Alltags übersehen wir diese Verbindungen leicht.
  • Formulieren Sie Ihre Ziele klar aus. Machen Sie sich dazu Notizen, schreiben Sie auf, welche Kurziele Sie sich wünschen und verfeinern Sie diese Wünsche in der nächsten Zeit. Je klarer Sie am Ende Ihre Kurziele formulieren, desto leichter können Sie sie auch während Ihrer Kur in der AOK-Nordseeklinik angehen.
  • Bleiben Sie realistisch. Eine Kurmaßnahme bewilligt zu bekommen, kann manchmal dazu führen, bei den Wünschen und Zielen ein bisschen über die Stränge zu schlagen. Das ist absolut verständlich, aber leider nicht so hilfreich, wenn die Kurmaßnahme dann beginnt. Denn unrealistische Ziele führen schnell zu Enttäuschung und Selbstzweifeln. Und sie können extrem demotivierend wirken. Aber Sie und wir wollen ja gerne, dass Sie am Ende Ihrer Kur Ihre ersten Ziele erreicht haben! Und dass Sie voller Motivation wieder nach Hause zurückkehren! Setzen Sie sich deshalb Ziele, die nicht zu niedrig und nicht zu hoch liegen, sondern eine Herausforderung für Sie sind. Aber eine Herausforderung, von der Sie sich vorstellen können, sie mit uns an Ihrer Seite bewältigen zu können. Denn während der Kur sind Sie mit dieser Herausforderung ja nicht allein – wir unterstützen Sie dabei!
  • Große Veränderungen beginnen immer mit kleinen Schritten. Wenn eine große Veränderung in Ihrem Leben sehr schwierig zu erreichen scheint, dann teilen Sie sie einfach in lauter kleine Schritte auf. Denn jeder noch so kleine Schritt ist enorm wichtig, wenn es um Ihre persönliche Gesundheit geht! Sie haben Ihre Kur bereits beantragt und damit schon den ersten Schritt zur Veränderung getan. Machen Sie nun den nächsten wichtigen Schritt, und setzen Sie sich Ihre Kurziele!

Wir freuen uns auf jeden Fall darauf, Sie beim Erreichen Ihrer Kurziele in der Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur begleiten zu dürfen!

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500 Stunden Mutter-Kind-Kur: So nutzen Sie sie am besten!

Drei Wochen Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur auf Amrum: Das sind 500 Stunden, in denen wir Sie dabei begleiten, sich aktiv zu erholen. 500 Stunden sind eine lange Zeit, die Sie gut nutzen sollten, um das Beste aus Ihrer Kur herauszuholen. Doch wie kann das gehen?

Viele unserer Patientinnen machen zum ersten Mal eine Kur in der AOK-Nordseeklinik, manche sogar zum ersten Mal überhaupt. Verständlich, dass sie dann gar nicht wissen, wie sie diese Zeit am besten nutzen können. Hier haben wir hier ein paar Tipps zusammengestellt, damit diese Vorsorgemaßnahme für Sie den größten Effekt haben kann.

1. Bereiten Sie sich auf Ihre Kur vor

Einfach nur Koffer packen und dann nichts wie los? Das klingt herrlich einfach, oder?! Und das können Sie auch so machen und sich trotzdem wunderbar aktiv erholen. Doch hat Ihre Kur – anders als bei Ferien am Meer – einen gesundheitlichen Hintergrund. Eine Mutter-Kind-Kur in der AOK-Nordseeklinik (oder Vater-Kind-Kur) soll dafür sorgen, dass sich Ihr Gesundheitszustand verbessert und Sie mehr Gesund­heits­kompe­tenz erlangen. Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Familien- und beruflichen Alltag wieder besser bewältigen zu können. Zu lernen, sich gut um Ihre eigenen Ressourcen zu kümmern, Erkrankungen vorzubeugen und die Bindung zwischen Ihnen und Ihren Kindern zu stärken.

Machen Sie sich deshalb im Vorfeld Ihrer Kur schon einmal Gedanken darüber, welches die wichtigsten Punkte sind, die Sie während der 500 Stunden bei uns bearbeiten wollen. Was ist das Vordringliche? Wo genau zwickt’s oder kracht’s immer wieder? Wo würden Sie gerne wieder stärker werden? Wobei benötigen Sie besondere Hilfe (oder wie wir das nennen: eine Lebens­stil­inter­vention)?

Je klarer Sie sich darüber sind, desto besser können Sie Ihre Kur und unsere Unterstützung dafür nutzen, genau diese Dinge anzugehen.

2. Nutzen Sie unser Angebot – 500 Stunden lang

Wir erarbeiten mit Ihnen zusammen einen Kurplan, der auf Ihr Beschwerdebild, Ihre familiäre und berufliche Situation und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Dieser Kurplan enthält so manches, das Sie noch nicht kennen. Vielleicht haben Sie auch Vorbehalte einigen Dingen gegenüber. Wir raten Ihnen dennoch: Nutzen Sie das Angebot! Warum?

Weil Sie nicht zu uns gekommen sind, um in Ihren alten, eingefahrenen Bahnen zu bleiben. Um alles genau so zu machen, wie Sie es schon immer gemacht haben. Sondern weil Sie auf Amrum sind, um die alten Wege, die Sie in die Erschöpfung und die Isolation getrieben, Ihnen Schmerzen bereitet und Kraft geraubt haben, zu verlassen. Um neue Wege kennenzulernen, die Sie stärken, ermutigen und förderlich für Ihre Gesundheit sein können. Lassen Sie sich darauf ein, unserer Expertise zu vertrauen und machen Sie aktiv mit. Nutzen Sie alles, was wir Ihnen anbieten – denn genau dafür sind Sie hier!

500 Stunden lang die Kur und eine überwältigende Natur genießen

3. Genießen Sie unsere Insel

Abhängen vor dem Fernseher? Nicht bei uns! Denn Sie verbringen Ihre Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur auf Amrum, einer Nordseeinsel, die schöner kaum sein könnte. Mit einem riesigen Strand und einem langgestreckten Waldgebiet mitten in einer der wertvollsten Naturlandschaften der Erde: dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Nutzen Sie es aus, 500 Stunden zusammen mit Ihrem Kind/Ihren Kindern auf diesem wunderschönen Kleinod verbringen zu können. Besorgen Sie sich an der Rezeption eine Karte der Insel mit Ausflugstipps für Sie und Ihre Kinder. Im Zentrum von Norddorf können Sie sich Fahrräder (mit Anhängern für Kleinkinder) ausleihen. Und dann laufen oder fahren Sie los und erkunden Sie diese bezaubernde Insel. Lernen Sie etwas über ihre Geschichte, die hier überall präsent ist. Durchstreifen Sie die charmanten, sehr unterschiedlichen Dörfer. Genießen Sie einen der schönsten Strände der Welt, besuchen Sie die Sehenswürdigkeiten und die Spielplätze. Atmen Sie tief durch, lassen Sie das Reizklima auf sich wirken. Und lassen Sie sich auf diese Insel und ihre überwältigende Natur und Einzigartigkeit ein!

4. Finden Sie Ihre Balance (wieder)

Auch wenn 500 Stunden ganz schön lang klingt, sind drei Wochen doch schnell wieder vorbei. Umso wichtiger, dass Sie zwischen unseren kurbezogenen Angeboten und all dem, was Sie auf der Insel Amrum entdecken können, eine gute Balance finden. Laden Sie sich nicht zu viel und nicht zu wenig auf, kosten Sie die 500 Stunden aus und versuchen Sie, Ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden.

Erlauben Sie sich zu staunen, offen zu sein für Unbekanntes, Ihrer Intuition zu vertrauen, tagtäglich dem wunderbaren Rauschen der Wellen zu lauschen und sich an den schönen Dingen dieser Welt zu erfreuen. Erlauben Sie sich, auch mal schwach zu sein. Und (wieder) stark zu werden. Nehmen Sie sich Zeit für sich, denn nicht nur Ihre Kinder brauchen Sie fit und gesund. Auch Sie selbst brauchen sich. Und je ausbalancierter Sie sind, desto leichter kann es Ihnen fallen, Ihren Alltag zu Hause, mit Familie und Beruf, zu „wuppen“.

Wir freuen uns, Sie dabei mit unserer Expertise unterstützen zu können!

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Fünf Schritte zu uns!

Um eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur bei uns antreten zu können, brauchen Sie nur fünf Schritte.
Und dann geht’s los mit der aktiven Erholung!